{"id":1435282,"date":"2019-03-21T13:12:04","date_gmt":"2019-03-21T12:12:04","guid":{"rendered":"https:\/\/staging-wp-int.laboklin.com\/projekt-mensch-inklusive-zurueck-ins-echte-leben\/"},"modified":"2019-03-21T13:12:04","modified_gmt":"2019-03-21T12:12:04","slug":"projekt-mensch-inklusive-zurueck-ins-echte-leben","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/laboklin.com\/fr\/projekt-mensch-inklusive-zurueck-ins-echte-leben\/","title":{"rendered":"Projekt \u00ab\u00a0Mensch inklusive\u00a0\u00bb: Zur\u00fcck ins echte Leben"},"content":{"rendered":"<div class=\"wpb-content-wrapper\"><p>[vc_row][vc_column][vc_column_text]<\/p>\n<blockquote><p>Saale-Zeitung, 21.03.2019<\/p><\/blockquote>\n<h2 class=\"post-headline read head-read\">Projekt \u00ab\u00a0Mensch inklusive\u00a0\u00bb: Zur\u00fcck ins echte Leben<\/h2>\n<p class=\"bodytext\">Die Initiative \u00ab\u00a0Mensch inklusive\u00a0\u00bb will vernetzen und helfen, Frauen und M\u00e4nnern mit Handicap eine Arbeit zu verschaffen, die mehr ist als nur ein Job.<\/p>\n<p class=\"bodytext\">Die Handgriffe, die er heute macht, w\u00e4ren vor 15 Jahren noch unm\u00f6glich gewesen. Bei einem Motorradunfall verletzte sich Thomas Gensler schwer. F\u00fcnf Wochen und einen Tag lang lag er im Koma. Danach lernte er alles neu. Dass er einmal wieder jeden Tag zur Arbeit gehen w\u00fcrde, dachte niemand. \u00ab\u00a0Seelenfrieden\u00a0\u00bb gibt ihm der Job, sagt der 33-J\u00e4hrige heute. Laboklin, die Kissinger Firma, bei der er vor zehn Monaten seinen ersten Arbeitstag hatte, macht bei einem besonderen Projekt mit. \u00ab\u00a0Mensch inklusive\u00a0\u00bb hei\u00dft die Initiative der Lebenshilfe Schweinfurt. Das Projekt soll helfen, behinderten Menschen eine Besch\u00e4ftigung auf dem ersten Arbeitsmarkt zu verschaffen.<\/p>\n<p class=\"bodytext\">\u00ab\u00a0Menschen mit Behinderung werden oft immer noch auf ihre Behinderung reduziert\u00a0\u00bb, sagt Peter Pratsch. H\u00f6chste Zeit also f\u00fcr die Aktion \u00ab\u00a0Mensch inklusive\u00a0\u00bb der Lebenshilfe Schweinfurt. Peter Pratsch leitet das Projekt. Das sei auch deshalb so wichtig, \u00ab\u00a0weil die Werkst\u00e4tten nicht f\u00fcr jeden etwas sind\u00a0\u00bb. Dabei sollten alle ein Arbeitsfeld finden, in dem man sich wohlf\u00fchlt, meint er. Bis es soweit kommt, hei\u00dft es: beschnuppern.<\/p>\n<p class=\"bodytext\">Stefan Kohlhepp hilft beim Kennenlernen und h\u00e4lt H\u00e4ndchen beim Herantasten. Er ist als sogenannter Inklusionsberater der Lebenshilfe Ansprechpartner f\u00fcr alle. Am Anfang dauert es etwas, bis sich alle aufeinander einstellen, erz\u00e4hlt er. \u00ab\u00a0Besonders, wenn das Personal noch keine Erfahrung mit Behinderten hat.\u00a0\u00bb Seine Empfehlung f\u00fcr ein lockeres Miteinander: \u00ab\u00a0Einfach so annehmen wie es ist.\u00a0\u00bb Dass das freilich nicht immer so leicht ist, zeigt sich im Alltag.<\/p>\n<h2 class=\"artZwischenzeile\">Bewusster miteinander umgehen<\/h2>\n<p class=\"bodytext\">Woran hackt&rsquo;s? Menschen mit einem Handicap fehlt es manchmal an Selbstst\u00e4ndigkeit, meint er. Au\u00dferdem: einiges dauert l\u00e4nger, die Einarbeitung braucht Zeit. Anderen liegt der Smalltalk nicht. Jede Woche stattet Stefan Kohlhepp den Betrieben, die beim Projekt mitmachen, einen Besuch ab. Freilich, es gibt auch mal R\u00fcckschl\u00e4ge. Sein Job: immer wieder motivieren und best\u00e4rken.<\/p>\n<p class=\"bodytext\">Letztlich gilt f\u00fcr ihn: \u00ab\u00a0Der Arbeitgeber muss offen sein und eine Belegschaft muss mit den Einschr\u00e4nkungen klarkommen, so wie sie mit den Eigenheiten von jedem Menschen klarkommen muss. Jeder hat seine Macken, ob mit oder ohne Behinderung. Die Menschen ohne Behinderung funktionieren einfach besser.\u00a0\u00bb<\/p>\n<p class=\"bodytext\">Ver\u00e4ndert sich der Arbeitsalltag, wenn ein Mensch mit einer Behinderung Teil des Teams wird? Dr. Elisabeth M\u00fcller, Firmen-Chefin von Laboklin meint: \u00ab\u00a0Die Gruppe hat eine andere Dynamik erlangt. Klar, wir m\u00fcssen immer soziale Kompetenz zeigen, aber jetzt besonders. Man geht bewusster miteinander um.\u00a0\u00bb Ihr Personal profitiert auch indirekt, meint sie und best\u00e4tigt die Beobachtungen von Inklusionsberater Stefan Kohlhepp. \u00ab\u00a0Dieser Mensch hat eine andere Wertsch\u00e4tzung gegen\u00fcber seinem Arbeitsplatz\u00a0\u00bb, sagt Elisabeth M\u00fcller. \u00ab\u00a0Die Mitarbeiter zeigen eine unheimliche Freude\u00a0\u00bb, meint Stefan Kohlhepp. \u00ab\u00a0Das \u00fcbertr\u00e4gt sich aufs andere Personal.\u00a0\u00bb<\/p>\n<h2 class=\"artZwischenzeile\">Gute Laune inklusive<\/h2>\n<p class=\"bodytext\">Es ist diese aufrichtige Ehrlichkeit, die Margarete Hein an Thomas Gensler so beeindruckt. Die 56-J\u00e4hrige leitet den Versand, die Abteilung, in der Thomas Gensler arbeitet. Adressen aufkleben, Info-Mappen falten, Probe-R\u00f6hrchen vorbereiten: Er sei das \u00ab\u00a0Nachschub-M\u00e4nnle\u00a0\u00bb, sagt Thomas Gensler \u00fcber sich und lacht. \u00ab\u00a0Die Arbeit ist simpel, wird aber zu sch\u00e4tzen gewusst, weil sie wichtig ist.\u00a0\u00bb Margarete Hein will den 33-J\u00e4hrigen in ihrer Abteilung nicht missen. \u00ab\u00a0Er kommt mit guter Laune rein, er hat einen tollen Humor, bringt Spr\u00fcche: Thomas heitert uns auf.\u00a0\u00bb Klar, nirgends ist die Stimmung immerzu frei von Wolken. \u00ab\u00a0Wir m\u00fcssen geduldig sein, er muss geduldig sein\u00a0\u00bb, sagt Margarete Hein. Es brauchte seine Zeit bis sich alle aufeinander eingestellt hatten. F\u00fcr Thomas Gensler bedeutet die Arbeit hier mehr als einen Job.<\/p>\n<h2 class=\"artZwischenzeile\">\u00ab\u00a0Raus aus Schutzzone\u00a0\u00bb<\/h2>\n<p class=\"bodytext\">\u00ab\u00a0Zugeh\u00f6rigkeit\u00a0\u00bb, ein Wort, das f\u00fcr den 33-J\u00e4hrigen voller Lebensqualit\u00e4t steckt. \u00ab\u00a0Ich arbeite nicht, um besch\u00e4ftigt zu sein. Ich werde gebraucht.\u00a0\u00bb Durch die Aufgabe in dem Unternehmen habe er sich auch pers\u00f6nlich weiterentwickelt, meint er. F\u00fcnf Jahre lang hatte er vorher in den Werkst\u00e4tten der Lebenshilfe gearbeitet. \u00ab\u00a0Die Werkstatt ist f\u00fcr Menschen mit geistiger Behinderung ein Segen.\u00a0\u00bb Thomas Gensler wollte mehr: raus \u00ab\u00a0aus dem Schutzkreis ins echte Leben\u00a0\u00bb, sagt er. Bis heute hat er sich einen guten Ruf erarbeitet: gewissenhaft, ehrgeizig und konzentriert erledige er seine Arbeit, meint Margarete Hein.<\/p>\n<p class=\"bodytext\">Laboklin ist eines von mehreren Unternehmen im Landkreis, dem die Lebenshilfe Schweinfurt jetzt mit einer \u00ab\u00a0Qualit\u00e4tssiegel\u00a0\u00bb-Plakette f\u00fcr deren Engagement dankte. Die Schweinfurter Lebenshilfe kooperiert inzwischen mit Partnern aus den Landkreisen Schweinfurt, Rh\u00f6n-Grabfeld und Bad Kissingen: Gemeinden, Betriebe, Verb\u00e4nde. 63 Menschen mit Behinderung arbeiten im Rahmen der Initiative in \u00ab\u00a0ganz normalen Betrieben\u00a0\u00bb.<\/p>\n<h2 class=\"artZwischenzeile\">Bereicherung f\u00fcr alle<\/h2>\n<p class=\"bodytext\">Wie geht es weiter? Die Laboklin-Firmenleiterin Elisabeth M\u00fcller \u00fcberlegt, einen weiteren Arbeitsplatz anzubieten. \u00ab\u00a0Ich bin von der Idee \u00fcberzeugt.\u00a0\u00bb Margarete Hein ist \u00fcberzeugt von ihrem Mitarbeiter und Kollegen: \u00ab\u00a0Thomas ist heute noch eine Bereicherung f\u00fcr unseren Betrieb.\u00a0\u00bb Und f\u00fcr Thomas Gensler ist der Job eine Bereicherung: \u00ab\u00a0Das hat mich echt vorangebracht.\u00a0\u00bb<\/p>\n<p>[\/vc_column_text][\/vc_column][\/vc_row]<\/p>\n<\/div>","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Die Initiative \u00ab\u00a0Mensch inklusive\u00a0\u00bb will vernetzen und helfen, Frauen und M\u00e4nnern mit Handicap eine Arbeit zu verschaffen, die mehr ist als nur ein Job.<\/p>\n","protected":false},"author":1,"featured_media":0,"comment_status":"closed","ping_status":"closed","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"_seopress_robots_primary_cat":"none","_seopress_titles_title":"","_seopress_titles_desc":"","_seopress_robots_index":"","footnotes":""},"categories":[1],"tags":[],"table_tags":[],"class_list":["post-1435282","post","type-post","status-publish","format-standard","hentry","category-uncategorized","category-1","description-off"],"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/laboklin.com\/fr\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/1435282","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/laboklin.com\/fr\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/laboklin.com\/fr\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/laboklin.com\/fr\/wp-json\/wp\/v2\/users\/1"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/laboklin.com\/fr\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=1435282"}],"version-history":[{"count":0,"href":"https:\/\/laboklin.com\/fr\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/1435282\/revisions"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/laboklin.com\/fr\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=1435282"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/laboklin.com\/fr\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=1435282"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/laboklin.com\/fr\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=1435282"},{"taxonomy":"table_tags","embeddable":true,"href":"https:\/\/laboklin.com\/fr\/wp-json\/wp\/v2\/table_tags?post=1435282"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}