Differenzierung neuropathogener EHV-1-Varianten

Beim Pferd sind zwei verschiedene EHV-1-Virusvarianten beschrieben, die sich durch einen Nukleotidaustausch im DNA-Polymerase-Gen unterscheiden (DNApol D752 vs. DNApol N752) und mit unterschiedlicher Neuropathogenität einhergehen (Nugent et al., 2006):

Die D752-Variante ist mit den meisten neurologischen Krankheitsausbrüchen assoziiert und wird daher als neuropathogen bezeichnet. Allerdings entwickelt nur ein Bruchteil der infizierten Pferde neurologische Symptome.

Die N752-Variante wird vor allem bei Aborten, aber auch bei einem kleineren Teil neurologischer Erkrankungen isoliert.

Das Risiko für einen neurologischen Krankheitsverlauf ist also bei Infektion mit der D752-Variante erhöht, bei Vorliegen der N752-Variante sind neurologische Verlaufsformen aber nicht ausgeschlossen. Eine Differenzierung ist v.a. aus epidemiologischer Sicht interessant.      

Bei einem positiven EHV-1-PCR-Befund erfolgt die Differenzierung der EHV-1-Virusvariante automatisch und ohne zusätzliche Kosten.

2019-06-01

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