{"id":1435011,"date":"2020-02-16T07:42:40","date_gmt":"2020-02-16T06:42:40","guid":{"rendered":"https:\/\/staging-wp-int.laboklin.com\/chronische-durchfaelle-flatulenzen-und-rezidivierende-parasitosen-stoerungen-des-darmmikrobioms-bei-hund-und-katze\/"},"modified":"2022-11-22T15:08:20","modified_gmt":"2022-11-22T14:08:20","slug":"chronische-durchfaelle-flatulenzen-und-rezidivierende-parasitosen-stoerungen-des-darmmikrobioms-bei-hund-und-katze","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/laboklin.com\/dk\/chronische-durchfaelle-flatulenzen-und-rezidivierende-parasitosen-stoerungen-des-darmmikrobioms-bei-hund-und-katze\/","title":{"rendered":"Chronische Durchf\u00e4lle, Flatulenzen und rezidivierende Parasitosen \u2013 St\u00f6rungen des Darmmikrobioms bei Hund und Katze"},"content":{"rendered":"<div class=\"wpb-content-wrapper\"><p>[vc_section][vc_row][vc_column][vc_custom_heading text=&#8221;Chronische Durchf\u00e4lle, Flatulenzen und rezidivierende Parasitosen \u2013 St\u00f6rungen des Darmmikrobioms bei Hund und Katze&#8221; font_container=&#8221;tag:h2|text_align:left|color:%23ffffff&#8221; use_theme_fonts=&#8221;yes&#8221; css=&#8221;.vc_custom_1585291069426{padding: 25px !important;background-color: #e51e1e !important;}&#8221;][vc_single_image image=&#8221;2166&#8243; img_size=&#8221;full&#8221; onclick=&#8221;link_image&#8221;][\/vc_column][\/vc_row][vc_row css=&#8221;.vc_custom_1585291148010{margin-top: 30px !important;}&#8221;][vc_column][vc_column_text]Der K\u00f6rper von S\u00e4ugetieren ist mit unz\u00e4hligen Mikroorganismen wie Bakterien, Pilzen, Protozoen und Viren besiedelt. Zu den kolonisierten Arealen z\u00e4hlen Mund- und Nasenh\u00f6hle, die Oberfl\u00e4che der Haut sowie die Schleimh\u00e4ute des Urogenital- und Gastrointestinaltrakts. Die Individuen, die dieses Kollektiv ausbilden, werden als Mikrobiota bezeichnet, die gesammelte genetische Information jeder einzelnen Mikrobe als Mikrobiom. Hauptkolonisationsort der Mikrobiota ist mit 1011\u20131012 Bakterien pro g Kot der Dickdarm. Von diesen Bakterien wachsen mehr als 99 % strikt anaerob und machen damit den Hauptanteil der Darmflora aus.<\/p>\n<p>Wollte man die Zusammensetzung dieser Gemeinschaft genauer untersuchen standen bis Ende der Neunzigerjahre fast ausschlie\u00dflich mikrobiologisch-kulturelle Verfahren zur Verf\u00fcgung. Zwar lie\u00dfen sich auf diesem Weg die kultivierbaren Darmbakterien nachweisen, allerdings repr\u00e4sentieren sie mit weniger als 1 %<\/p>\n<p>nur einen sehr geringen Teil aller Mikroben im Darm. Der weitaus gr\u00f6\u00dfere Anteil der nicht kultivierbaren Keime blieb damit weitgehend unbeachtet. Erst die Entwicklung neuer Untersuchungsmethoden auf molekularbiologischer Basis (z.B. Next Generation-Sequenzierung) machte es m\u00f6glich, auch nicht mikrobiologisch kultivierbare Bakterien zu erfassen. Auf diesem Weg konnte das Darmmikrobiom erstmals in seiner ganzen Komplexit\u00e4t untersucht werden, was einen regelrechten Mikrobiom-Boom in der Wissenschaft ausl\u00f6ste. Zahlreiche Studien belegen mittlerweile zweifelsfrei den wichtigen Beitrag, den die Mikroben im Darm zur Gesundheit des menschlichen Wirtes leisten.<\/p>\n<p>Zu den wichtigsten Aufgaben der Darmflora z\u00e4hlen: Verwertung und Verdauung von Nahrung, Synthese elementarer Mikron\u00e4hrstoffe (z.B. Vitamin B12), Aufrechterhaltung der intestinalen Schleimhautbarriere, Regulation des darmassoziierten Immunsystems, Abwehr von Pathogenen und Opportunisten sowie die F\u00f6rderung einer gesunden Verdauung und der Darmmotilit\u00e4t.[\/vc_column_text][\/vc_column][\/vc_row][vc_row css=&#8221;.vc_custom_1585291148010{margin-top: 30px !important;}&#8221;][vc_column width=&#8221;3\/4&#8243;][vc_column_text]<\/p>\n<h3>Darmdysbiosen bei Hunden<\/h3>\n<p>Eigene Studien, bei denen mittels quantitativer realtime PCR die Kopienzahlen wichtiger anaerober Markerkeime f\u00fcr Darmdysbiosen bei Hunden mit chronischem Durchfall und einer klinisch gesunden Kontrollgruppe verglichen wurden, zeigen deutliche Unterschiede (Abb. 2a). Besonders auff\u00e4llig ist eine signifikante Reduktion der anaeroben, kohlenhydratverdauenden Darmflora, den Saccharolyten (Faecalibacterium prausnitzii, Blautia spp., Turicibacter spp.). Eine wichtige Funktion dieser Bakteriengruppen ist die Verstoffwechslung schwer verdaulicher Faserbestandteile im Futter zu kurzkettigen Fetts\u00e4uren wie Acetat, Propionat und Butyrat. Diese dienen als Hauptenergiequelle f\u00fcr die Enterozyten im<\/p>\n<p>Kolon und sind essenziell f\u00fcr die Instandhaltung der Schleimhautbarriere. Hunde sind von ihrer Ern\u00e4hrungsform her Allesfresser. Ihr Verdauungsapparat und Metabolismus sind daher an einen hohen Kohlenhydratgehalt in der Nahrung angepasst. Aus diesem Grund ist eine Verschiebung der Darmflora zugunsten proteolytischer Keime (bspw. Clostridien, Proteus, Klebsiellen) und mit verminderten Saccharolytenzahlen kein physiologischer Zustand, sondern ein Zeichen f\u00fcr eine Dysbiose im Darm.[\/vc_column_text][\/vc_column][vc_column width=&#8221;1\/4&#8243;][vc_single_image image=&#8221;2166&#8243; img_size=&#8221;full&#8221; onclick=&#8221;link_image&#8221;][\/vc_column][\/vc_row][vc_row css=&#8221;.vc_custom_1585291148010{margin-top: 30px !important;}&#8221;][vc_column width=&#8221;3\/4&#8243;][vc_column_text]<\/p>\n<h3>Intestinales Mikrobiom von Hund und Katze<\/h3>\n<p>Im Vergleich zum menschlichen steht das Darmmikrobiom von Kleintieren wie Hunden und Katzen verh\u00e4ltnism\u00e4\u00dfig selten im Fokus der Forschung. Dabei sind die Pathomechanismen, die durch Dysbiosen der Darmflora initiiert und\/oder beg\u00fcnstigt werden, zu einem gro\u00dfen Teil gleichartig. Immer h\u00e4ufiger sind Krankheitsbilder wie chronischer Durchfall, IBD, Futtermittelallergie, metabolische Beschwerden und atopische Erkrankungen in der tier\u00e4rztlichen Praxis zu sehen (Abb. 1).<\/p>\n<p>Tats\u00e4chlich zeigen Studien einer amerikanischen Arbeitsgruppe, dass die Unterschiede zwischen dem menschlichen und dem Hundemikrobiom weitaus geringer sind als bisher angenommen. Die genetische Information aller Darmbakterien stimmt bei Menschen und Hunden zu 63 % \u00fcberein. (Bei M\u00e4usen oder Schweinen ist die \u00c4hnlichkeit mit 20 % bzw. 33 % dagegen deutlich geringer.) Ein oft angef\u00fchrter Grund hierf\u00fcr ist die enge soziale Bindung, die Tierbesitzer zu ihren Haustieren aufbauen. Dabei kommt zus\u00e4tzlich zur r\u00e4umlichen N\u00e4he oft eine gleichartige Ern\u00e4hrung (z.B. F\u00fctterung vom Tisch), was die Wahrscheinlichkeit eines horizontalen Transfers von Bakterien in beide Richtungen deutlich erh\u00f6ht. Ein weiterer Beleg f\u00fcr diese These ist, dass die \u00dcberlappungen des Darmmikrobioms von Hundebesitzern zu ihrem eigenen Haustier signifikant gr\u00f6\u00dfer sind als die zu fremden Hunden, die nicht im gleichen Haushalt leben.<\/p>\n<p>Noch weitgehend unklar ist, ob es solche Gemeinsamkeiten des Darmmikrobioms auch bei Hunden und Katzen gibt. Ist die Darmflora eines Hundes mit Dysbiose bei der Katze \u00e4hnlich beschaffen? Und sollte dies nicht der Fall sein: worin unterscheidet sich dann ein dysbiotischer Zustand eines Hundes von dem einer Katze?[\/vc_column_text][\/vc_column][vc_column width=&#8221;1\/4&#8243;][vc_single_image image=&#8221;2166&#8243; img_size=&#8221;full&#8221; onclick=&#8221;link_image&#8221;][\/vc_column][\/vc_row][vc_row css=&#8221;.vc_custom_1585291148010{margin-top: 30px !important;}&#8221;][vc_column width=&#8221;3\/4&#8243;][vc_column_text]<\/p>\n<h3>Darmdysbiosen bei Hunden<\/h3>\n<p>Eigene Studien, bei denen mittels quantitativer realtime PCR die Kopienzahlen wichtiger anaerober Markerkeime f\u00fcr Darmdysbiosen bei Hunden mit chronischem Durchfall und einer klinisch gesunden Kontrollgruppe verglichen wurden, zeigen deutliche Unterschiede (Abb. 2a). Besonders auff\u00e4llig ist eine signifikante Reduktion der anaeroben, kohlenhydratverdauenden Darmflora, den Saccharolyten (Faecalibacterium prausnitzii, Blautia spp., Turicibacter spp.). Eine wichtige Funktion dieser Bakteriengruppen ist die Verstoffwechslung schwer verdaulicher Faserbestandteile im Futter zu kurzkettigen Fetts\u00e4uren wie Acetat, Propionat und Butyrat. Diese dienen als Hauptenergiequelle f\u00fcr die Enterozyten im<\/p>\n<p>Kolon und sind essenziell f\u00fcr die Instandhaltung der Schleimhautbarriere. Hunde sind von ihrer Ern\u00e4hrungsform her Allesfresser. Ihr Verdauungsapparat und Metabolismus sind daher an einen hohen Kohlenhydratgehalt in der Nahrung angepasst. Aus diesem Grund ist eine Verschiebung der Darmflora zugunsten proteolytischer Keime (bspw. Clostridien, Proteus, Klebsiellen) und mit verminderten Saccharolytenzahlen kein physiologischer Zustand, sondern ein Zeichen f\u00fcr eine Dysbiose im Darm.<\/p>\n<h3>\u2026 und bei Katzen<\/h3>\n<p>Auch wenn die anatomischen \u00c4hnlichkeiten des Gastrointestinaltrakts etwas anderes vermuten lassen, ist die Zusammensetzung der Mikrobiota im Darm bei Hunden und Katzen sehr unterschiedlich. Abbildung 2b zeigt einen Vergleich des Darmmikrobioms von klinisch gesunden Hunden und Katzen. Auffallend ist eine signifikante Unterrepr\u00e4sentation saccharolytischer Darmkeime bei Katzen (E. Coli, Fusobacterium spp., Turicibacter spp.). Wie auch beim Hund liegt der Grund hierf\u00fcr wahrscheinlich in der Ern\u00e4hrungsweise. Domestizierte Katzen sind obligate Fleischfresser und ben\u00f6tigen eiwei\u00dfreiches, tierisches Gewebe zur Deckung ihres Energiebedarfs. Folglich sind ihr Verdauungsapparat und Stoffwechsel an einen h\u00f6heren Protein- und niedrigeren Kohlenhydratgehalt im Futter angepasst. Das daraus resultierende N\u00e4hrstoffangebot im Darm stellt einen enormen Selektionsvorteil f\u00fcr proteolytische Keime und einen Nachteil f\u00fcr Saccharolyten dar. Ein eubiotischer Zustand des Mikrobioms im gesunden Katzendarm ist somit durch geringere Saccharolytenzahlen und einen h\u00f6heren Gehalt an Proteolyten gekennzeichnet.[\/vc_column_text][\/vc_column][vc_column width=&#8221;1\/4&#8243;][vc_single_image image=&#8221;2166&#8243; img_size=&#8221;full&#8221; onclick=&#8221;link_image&#8221;][\/vc_column][\/vc_row][vc_row css=&#8221;.vc_custom_1585291148010{margin-top: 30px !important;}&#8221;][vc_column width=&#8221;3\/4&#8243;][vc_column_text]<\/p>\n<h3>Darmflorast\u00f6rungen bei Katzen<\/h3>\n<p>Wie beim Hund, so gibt es auch bei Katzen nachweisbare Unterschiede in der Zusammensetzung des Darmmikrobioms bei klinisch gesunden und Tieren mit chronischem Durchfall. Ein Vergleich der mikrobiellen Dysbiosemarker zwischen beiden Gruppen zeigt, dass die Zahl der saccharolytischen Darmkeime bei Katzen mit chronischer Diarrh\u00f6 im Gegensatz zu den klinisch gesunden Tieren deutlich erh\u00f6ht ist. Dies k\u00f6nnte bedeuten, dass Katzen weniger auf mikrobielle Fermentationsprodukte von Saccharolyten angewiesen sind als Hunde. Eine Verschiebung des bakteriellen Gleichgewichts in Richtung der saccharolytischen Darmkeime ist daher eher charakteristisch f\u00fcr eine dysbiotische Situation im Darm.<\/p>\n<h3>Gemeinsamkeiten und Unterschiede<\/h3>\n<p>Trotz der Unterschiede zwischen Hunden und Katzen bzgl. Ern\u00e4hrungsform und Darmmikrobiota scheinen bestimmte Darmkeime bei beiden Tierarten essenziell f\u00fcr die Aufrechterhaltung der Hom\u00f6ostase des Darms zu sein. Ein Beispiel hierf\u00fcr ist Faecalibacterium prausnitzii. Dabei handelt es sich um ein strikt anaerobes grampositives Bakterium mit wichtigen antiinflammatorischen und protektiven Effekten auf die Darmschleimhaut. Reduzierte Kopienzahlen dieses Darmkeims sind bei Hunden und Katzen ein deutlicher Hinweis auf eine Dysbiose im Darm.<\/p>\n<p>Das Gegenteil scheint f\u00fcr Bakterien der Spezies Fusobacterium zu gelten. Sind bei Hunden die Keimzahlen von Fusobacterium spp. in der klinisch gesunden Kontrollgruppe erheblich h\u00f6her als bei Tieren mit chronischem Durchfall, ist dies bei Katzen nur im erkrankten Kollektiv der Fall (Abb. 2b). Unklar ist, ob es sich dabei um unterschiedliche Keimzahlen der gleichen oder verschiedener Bakterienspezies handelt. M\u00f6glicherweise f\u00f6rdern die Milieubedingungen im dysbiotischen Katzendarm das Wachstum von Fusobakterien mit proinflammatorischem Potential, was das Auftreten klinischer Beschwerden beg\u00fcnstigen k\u00f6nnte.[\/vc_column_text][\/vc_column][vc_column width=&#8221;1\/4&#8243;][vc_single_image image=&#8221;2166&#8243; img_size=&#8221;full&#8221; onclick=&#8221;link_image&#8221;][\/vc_column][\/vc_row][vc_row css=&#8221;.vc_custom_1585291148010{margin-top: 30px !important;}&#8221;][vc_column width=&#8221;3\/4&#8243;][vc_column_text]<\/p>\n<h3>Indikationen f\u00fcr eine Dysbioseanalyse<\/h3>\n<p>Auch wenn es zwischen Hunden und Katzen deutliche Unterschiede im Gastrointestinaltrakt gibt, sind die Indikationen f\u00fcr eine mikro\u00f6kologische Untersuchung des Darmmikrobioms bei den beiden Spezies identisch. Dazu z\u00e4hlen:<\/p>\n<ul>\n<li>gastrointestinale Beschwerden mit unklarer Genese, z.B. chronische Diarrh\u00f6 und Flatulenzen<\/li>\n<li>Verdauungsst\u00f6rungen, exokrine Pankreasinsuffizienz<\/li>\n<li>rezidivierende Parasitosen (bspw. Giardien)<\/li>\n<li>Futtermittelunvertr\u00e4glichkeiten und Allergien<\/li>\n<li>Statuskontrolle nach Antibiotikatherapien<\/li>\n<\/ul>\n<p>Eine mikro\u00f6kologische Darmfloraanalyse kann hier differenzialdiagnostisch unterst\u00fctzen und wertvolle neue Therapieans\u00e4tze liefern. Allerdings kommen f\u00fcr solche Untersuchungen oft nur mikrobiologisch-kulturelle Verfahren, wie die Bestimmung der Bakterienzahlen von Enterokokken, Bifidobakterien oder Laktobazillen zum Einsatz. Diese sind aus verschiedenen Gr\u00fcnden nur unzureichend f\u00fcr eine Diagnose geeignet. Zum einen wird mit weniger als 1 % nur ein sehr geringer Teil aller Darmbakterien erfasst, zum anderen zeigt ein Vergleich der Kopienzahlen dieser Bakterien sowohl bei Hunden als auch Katzen keine signifikanten Unterschiede (Abb. 4). Das trifft auch auf den Vergleich von klinisch gesunden und Tieren mit chronischem Durchfall zu.<\/p>\n<p>Im Gegensatz dazu werden bei der molekularbiologisch-basierten, kultur-unabh\u00e4ngigen Dysbioseanalyse essenzielle, nicht kultivierbare Markerkeime f\u00fcr Darmdysbakterien analysiert und quantifiziert. Mit angepassten Richtwerten, welche die Unterschiede der Normalflora von Hund und Katze ber\u00fccksichtigen, k\u00f6nnen Dysbiosen im Darm damit schnell und sicher nachgewiesen werden.[\/vc_column_text][\/vc_column][vc_column width=&#8221;1\/4&#8243;][vc_single_image image=&#8221;2166&#8243; img_size=&#8221;full&#8221; onclick=&#8221;link_image&#8221;][\/vc_column][\/vc_row][vc_row css=&#8221;.vc_custom_1585291148010{margin-top: 30px !important;}&#8221;][vc_column width=&#8221;3\/4&#8243;][vc_column_text]<\/p>\n<h3>Therapie einer Darmdysbiose<\/h3>\n<p>Die Umstellung auf ein fettarmes, hochverdauliches Futter unter Ber\u00fccksichtigung des individuellen N\u00e4hrstoffbedarfs ist der wichtigste Schritt bei der Behandlung von Darmflorast\u00f6rungen. Das Risiko von Entz\u00fcndungs- und Unvertr\u00e4glichkeitsreaktionen kann verringert werden, indem auf Rohfutter und allergenreiche Futtermittelbestandteile verzichtet wird. Bei akutem Durchfall k\u00f6nnen kotformende, toxinbindende Substanzen wie alumosilicathaltige Erden oder Humins\u00e4uren die Beschwerden effektiv lindern.<\/p>\n<p>Dem Futter zugesetzte gemahlene Flohsamenschalen wirken pr\u00e4biotisch und f\u00f6rdern das Wachstum der Protektivflora auf nat\u00fcrliche Weise. Zudem setzen sie in Verbindung mit Wasser Schleimstoffe frei, die die Darmpassage bei Durchfall verlangsamen und bei Obstipation den Kotabsatz erleichtern.<\/p>\n<p>Erst nach dem Abklingen der akuten Symptomatik ist der Einsatz von mikrobiologischen Therapeutika angezeigt. Dabei sollte darauf geachtet werden, immer Probiotika in einer geeigneten Darreichungsform (magensaftresistente Kapseln oder Tabletten, mikroverkapseltes Pulver), hohen Keimzahlen (&gt;109 KBE pro Dosis) und mit einer hohen Diversit\u00e4t an eingesetzten Bakterienarten zu verwenden.<\/p>\n<p>Bei allen gastrointestinalen Beschwerden, die mit chronischer Diarrh\u00f6 einhergehen, ist auch eine orale Immuntherapie mit Autovakzinen eine geeignete Therapieoption. Durch die vermehrte Produktion spezifischer Antik\u00f6rper und eine erg\u00e4nzende Versorgung mit mukosanutritiven Stoffwechselprodukten wird die Schleimhautbarriere unterst\u00fctzt und die Immunabwehr gest\u00e4rkt. Ihr Einsatz ist sowohl im akuten Zustand als auch als Kur, zur Vorbeugung von Rezidiven, sinnvoll.[\/vc_column_text][\/vc_column][vc_column width=&#8221;1\/4&#8243;][vc_column_text]<\/p>\n<h4 class=\"bodytext\"><b>Literatur<\/b><\/h4>\n<p class=\"bodytext\"><i>MK AlShawaqfeh, B Wajid et al.: A dysbiosis index to assess microbial changes in fecal samples of dogs with chronic inflammatory enteropathy. FEMS Microbiology Ecology 2017;11:136<\/i><\/p>\n<p class=\"bodytext\"><i>L Coelho, J Kultima et al.: Similarity of the dog and human gut microbiomes in gene content and\u00a0 response to diet. Microbiome 2018;<\/i><\/p>\n<hr \/>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<h4>Downloads zu diesem Artikel:<\/h4>\n<p><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" src=\"https:\/\/laboklin.com\/typo3\/\/gfx\/fileicons\/pdf.gif\" alt=\"\" width=\"18\" height=\"16\" \/><a href=\"https:\/\/laboklin.com\/uploads\/media\/LA_Ma%CC%88rz_2020_DE_FINAL.pdf\">LA_Ma\u0308rz_2020_DE_FINAL.pdf<\/a>\u00a0(800 KB)[\/vc_column_text][\/vc_column][\/vc_row][\/vc_section]<\/p>\n<\/div>","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Der K\u00f6rper von S\u00e4ugetieren ist mit unz\u00e4hligen Mikroorganismen wie Bakterien, Pilzen, Protozoen und Viren besiedelt. <\/p>\n","protected":false},"author":1,"featured_media":1350577,"comment_status":"closed","ping_status":"closed","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"_seopress_robots_primary_cat":"none","_seopress_titles_title":"","_seopress_titles_desc":"","_seopress_robots_index":"","footnotes":""},"categories":[1],"tags":[],"table_tags":[],"class_list":["post-1435011","post","type-post","status-publish","format-standard","has-post-thumbnail","hentry","category-uncategorized","category-1","description-off"],"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/laboklin.com\/dk\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/1435011","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/laboklin.com\/dk\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/laboklin.com\/dk\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/laboklin.com\/dk\/wp-json\/wp\/v2\/users\/1"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/laboklin.com\/dk\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=1435011"}],"version-history":[{"count":0,"href":"https:\/\/laboklin.com\/dk\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/1435011\/revisions"}],"wp:featuredmedia":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/laboklin.com\/dk\/wp-json\/wp\/v2\/media\/1350577"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/laboklin.com\/dk\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=1435011"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/laboklin.com\/dk\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=1435011"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/laboklin.com\/dk\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=1435011"},{"taxonomy":"table_tags","embeddable":true,"href":"https:\/\/laboklin.com\/dk\/wp-json\/wp\/v2\/table_tags?post=1435011"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}