Presse

Hier finden Sie Medienberichte sowie Presseinformationen der LABOKLIN GmbH&Co. KG

2021

19.03.2021

Laboklin startet Teststrecke

Ab 22. März soll bei Laboklin in Bad Kissingen eine Teststrecke zur Verfügung stehen, bei der Schnelltests durchgeführt werden können.

 

Laboklin hat sich bereits seit Beginn der Pandemie für eine schnelle Corona-Testung in der Region eingesetzt und arbeitet dabei sehr eng mit den Landratsämtern zusammen. Nachdem jetzt von politischer Seite aus eine Testung mittels Schnelltest den Bürgerinnen und Bürgern als Grundlage für viele Aktivitäten zugänglich gemacht werden sollte, hat sich Laboklin vorgenommen, auch hier zu helfen und eine Lücke zu füllen, wie das Unternehmen in einer Pressemeldung am Donnerstag schreibt. Demnach wird ab 22. März eine Teststrecke zur Verfügung stehen, bei der der Schnelltest durchgeführt werden kann. Der Test ist in vielen Fällen für die Bürgerinnen und Bürger kostenlos. Das Ergebnis kann sofort mitgenommen werden. Bei positivem Ergebnis wird sofort und ohne weitere Probennahme der erforderliche PCR-Test durchgeführt, heißt es in der Mitteilung weiter. Parallel wird auch die PCR-Testung möglich sein, die für viele Reiseaktivitäten erforderlich ist. Weitere Informationen gibt es über die Hotline, Tel.: 0971/7202-555 , sowie im Internet unter www.corona-badkissingen.de. Dort besteht auch die Möglichkeit zur Online-Terminbuchung.

Das Laboklin-Corona-Testzentrum in der Steubenstraße 4 in Bad Kissingen. Foto: Foto: Hartmut Hofmann

02.02.2021

LABOKLIN erhält TOP 100-Siegel für preisgekrönte Innovationskraft

Bad Kissingen – Das veterinärmedizinische Diagnostiklabor LABOKLIN GmbH & Co. KG aus Bad Kissingen hat das TOP 100-Siegel 2021 verliehen bekommen. Mit dieser Auszeichnung werden besonders innovative mittelständische Unternehmen geehrt – und das nunmehr bereits zum 28. Mal. Zuvor hatte LABOKLIN in einem wissenschaftlichen Auswahlverfahren seine Innovationskraft bewiesen.

 

Im Auftrag von compamedia, dem Ausrichter des Innovationswettbewerbs TOP 100, untersuchten der Innovationsforscher Prof. Dr. Nikolaus Franke und sein Team die Innovationskraft des veterinärmedizinischen Diagnostiklabors. Die Forscher legten rund 120 Prüfkriterien aus fünf Kategorien zugrunde: Innovationsförderndes Top-Management, Innovationsklima, innovative Prozesse und Organisation, Außenorientierung/Open Innovation und Innovationserfolg. Im Kern geht es um die Frage, ob Innovationen das Ergebnis planvollen Vorgehens oder ein Zufallsprodukt sind, also um die Wiederholbarkeit von Innovationsleistungen. Und darum, ob und wie sich die entsprechenden Lösungen am Markt durchsetzen. Aufgrund der aktuellen Situation gab es bei dieser Runde zudem einen Sonderteil, in dem die unternehmerische Reaktion auf die Coronakrise untersucht wurde. LABOKLIN erhält die Auszeichnung zum ersten Mal und zählt nun ganz offiziell zu den Top-Innovatoren.

LABOKLIN ist eines der größten privat geführten, akkreditierten veterinärmedizinischen Labore in Europa. Seit seiner Gründung im Jahr 1989 hat es sich als verlässlicher Partner von Tierarztpraxen und Tierkliniken zu einem der führenden Dienstleister entwickelt. Das Leistungsspektrum reicht von Mikrobiologie, klinischer Labordiagnostik, Parasitologie, Allergie und Hygiene, bis hin zur Pathologie und Genetik. Regelmäßige interne und externe Kontrollen garantieren gleichbleibende Leistungsqualität. Weiterhin garantieren Innovationen sowie Kooperationen im Bereich der Forschung und Entwicklung, dass Kunden stets von einem hochaktuellen Angebot profitieren.

Dr. Elisabeth Müller, Eigentümerin und Geschäftsleitung, bringt es auf den Punkt: „Unsere Kunden benötigen ein Labor, das sich nicht auf Altbewährtes beschränkt. Deswegen suchen wir andauernd nach neuen Möglichkeiten, um ihnen in Sachen Diagnostik das Leben zu erleichtern. Dank eines tollen Teams müssen wir uns nicht nur auf Routinearbeiten beschränken, sondern haben auch Zeit für Weiterentwicklung und neue Innovationen.“ Resultat seien Forschungsprojekte mit verschiedensten universitären Einrichtungen, die oft in Entwicklung neuer Tests, teilweise sogar in Patenten, mündeten. Aber auch nützliche Werkzeuge, wie eigene Apps, für die Kollegen in den Tierarztpraxen seien dabei. Und Digitalisierung sei in allen Bereichen des Services zu finden, der das Labor ausmache. Für Müller ist die Auszeichung ein toller Erfolg und gleichzeitig Bestätigung, dass man in den letzten Jahren alles richtig gemacht hat.

Sehr froh ist die Chefin von LABOKLIN auch darüber, seit dem Frühjahr 2020 einen nicht unerheblichen Beitrag zur Bekämpfung der Corona-Panedemie leisten zu können: In Stoßzeiten werden zwischen 1.500 und 2.000 Tests pro Tag durchgeschleust, sodass die beauftragenden Landratsämter in der Regel innerhalb von 24 Stunden ein Testergebnis vorliegen haben - und die Verdachtspersonen nicht unnötig lange in Ungewissheit leben müssen. Auch der Nachweis neuer Virus-Mutationen wurde schnellstmöglich etabliert.

Prof. Dr. Nikolaus Franke, der wissenschaftliche Leiter von TOP 100, ist von den ausgezeichneten mittelständischen Unternehmen beeindruckt. „Die TOP 100-Unternehmen haben sich konsequent danach ausgerichtet, möglichst innovativ zu sein“, stellt er fest.

Am 26.11. gibt es noch einmal einen Anlass zum Feiern: Dann kommen alle Preisträger des aktuellen TOP 100-Jahrgangs zusammen, um auf dem 7. Deutschen Mittelstands-Summit in Ludwigsburg die Glückwünsche von Ranga Yogeshwar entgegenzunehmen. Der Wissenschaftsjournalist begleitet seit zehn Jahren den Innovationswettbewerb als Mentor.

TOP 100: der Wettbewerb
Seit 1993 vergibt compamedia das TOP 100-Siegel für besondere Innovationskraft und überdurchschnittliche Innovationserfolge an mittelständische Unternehmen. Die wissenschaftliche Leitung liegt seit 2002 in den Händen von Prof. Dr. Nikolaus Franke. Franke ist Gründer und Vorstand des Instituts für Entrepreneurship und Innovation der Wirtschaftsuniversität Wien. Mit 25 Forschungspreisen und über 200 Veröffentlichungen gehört er international zu den führenden Innovationsforschern. Mentor von TOP 100 ist der Wissenschaftsjournalist Ranga Yogeshwar. Projektpartner sind die Fraunhofer-Gesellschaft zur Förderung der angewandten Forschung und der Mittelstandsverband BVMW. Die Magazine manager magazin und impulse begleiten den Unternehmensvergleich als Medienpartner. Mehr Infos und Anmeldung unter www.top100.de.

Dr. Elisabeth Müller freut sich sichtlich über die Auszeichnung als Top-Innovator 2021 (Foto: Bianca Hofmann/LABOKLIN)

19.01.2021

Fünf Stunden bis zum Corona-Ergebnis

Wie ein tiermedizinisches Labor in Bad Kissingen Proben aus der Region Aschaffenburg untersucht – Bis zu 2000 Abstriche am Tag

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2020

23.12.2020

Die Gesundheitstage 2020 waren auch eine „Herzenssache“

Bad Kissingen: Im Oktober 2020 fanden die Gesundheitstage mit intensivem und auch erfolgreichem Hygienekonzept statt. Aufgrund des Schwerpunktes „Herzgesundheit“ wurde in Zusammenarbeit mit der Malgruppe der Offenen Behindertenarbeit (OBA) Bad Kissingen das Kunstprojekt „Herzenssache“ initiiert. Es entstanden kreative, spielerische, spontane und besonders farbintensive Arbeiten - das Herz stand dabei in vielen Bildern im Mittelpunkt. Die Bilder wurden bei den Gesundheitstagen gezeigt und die Künstler/innen waren stolz auf ihre Werke und die Gelegenheit, ausstellen zu können.
Für Dr. Elisabeth Müller, Veranstalterin der Gesundheitstage und Inhaberin sowie Geschäftsführerin des veterinärmedizinischen Diagnostiklabors LABOKLIN, war es eine Herzensangelegenheit, den entstandenen Werken mehr Raum zu geben: ein kleiner Tischkalender wurde zusammengestellt und der Stadt, der Staatsbad GmbH, den Ausstellern der Gesundheitstage sowie den Künstler/innen selbst überreicht.
Durch den Verkauf weiterer Kalenderexemplare im Labor wurde ein Erlös von 265 € erzielt, der von der Malgruppe nun für weiteres Material wie Papier, Farben etc. verwendet werden kann.
Auch für die nächsten Gesundheitstage steht bereits fest, dass Kunst mit beteiligt sein soll. Wer und in welcher Form, das können Sie am 16. und 17.10.2021 sehen, wenn es wieder so weit ist und die Bad Kissinger Gesundheitstage erneut ihre Pforten öffnen. Viele der Aussteller haben bereits wieder zugesagt.

Der Tischkalender „Herzenssache“ mit Bildern der Malgruppe der Offenen Behindertenarbeit Bad Kissingen. (Foto: Bianca Hofmann/LABOKLIN)

08.12.2020

LABOKLIN spendet über 2.000 Euro an AWARE Germany e.V.

To be aware - heißt achtsam sein!

Wir sind sehr glücklich heute verkünden zu dürfen, dass wir so kurz vor Weihnachten noch über 2000 Euro an AWARE Germany e.V.spenden konnten:

"Aware Germany" ist der Name der deutschen Tochter von Aware Zimbabwe, die von einer Gruppe engagierter Tierfreunde und Tierärzte rund um Dr. Martin Kessler in 2017 gegründet wurde mit dem Ziel, Tier- und Artenschutzarbeit in Zimbabwe zu unterstützen.

Achtsam sein wollten wir von Laboklin auch, deshalb organisierten wir kurzerhand eine Online Fortbildung als Prüfungsvorbereitung für TFAs, als den Präsenzveranstaltung der Garaus gemacht wurde. Mehr als 200 Teilnehmer waren bei uns im virtuellen Labor zu Gast und konnten einen Tag lang bei Laborarbeiten zuschauen und unseren Labortierärzten Fragen stellen.

Ob Blut- Harn oder Kotuntersuchung, alles kam da im wahrsten Sinne auf den Tisch bzw. wurde mikroskopiert. Einhellige Meinung war, die Fortbildung war trotz des digitalen Rahmens ein voller Erfolg und hat tierisch Spaß gemacht. Jetzt bleibt nur noch allen Teilnehmern feste die Daumen zu drücken! Gleichzeitig wollten wir von Laboklin unser Versprechen einlösen und "Aware Germany" unterstützen mit einer Spende von 10 Euro pro Teilnehmer, je zur Hälfte von den Teilnehmern und von uns aus dem Labor. Aufgrund der starken Teilnehmerzahlen konnten wir jetzt noch vor Weihnachten über 2000 Euro an den Verein überweisen. Wir freuen uns, dass wir so einen Beitrag zum Tierschutz leisten können und danken allen, die mitgemacht haben!

Saale-Zeitung, 26.10.2020

Die Veranstalterinnen der Kissinger Gesundheitstage 2020 sind zufrieden

Es habe sich gezeigt, dass unter bestimmten Voraussetzungen und mit einem umfangreichen Hygiene- und Sicherheitskonzept Messen durchaus möglich sind, teilt die Laboklin GmbH & Co. KG mit. Dieses Konzept sei in Abstimmung mit den lokalen Partnern und Gesundheitsbehörden erarbeitet worden.

Die Erfüllung dieser Hygieneauflagen und die Sicherheit aller Beteiligten hätte für die Veranstalter höchste Priorität gehabt. Eine eigens dafür eingesetzte Hygienebeauftragte habe an allen drei Messetagen für die Einhaltung der mit dem Gesundheitsamt festgelegten Hygienestandards gesorgt. Dank der Kooperation der Besucher und Aussteller hätten sich die Auflagen reibungslos umsetzen lassen, heißt es weiter.

Trotz der schwierigen Bedingungen hätten alle Beteiligten ein gutes und vor allem sicheres Gefühl gehabt. Die Messe sei, trotz der Corona-bedingten Umstände, erfolgreich verlaufen. Die Veranstalterinnen hätten sich über ein durchweg positives Feedback in Bezug auf die Organisation gefreut.

"Wichtig ist, bereits im Vorfeld zu kommunizieren, was die Aussteller und das Publikum erwartet, um sie entsprechend vorzubereiten", wird Elisabeth A. Dichtl, Projektleiterin der Gesundheitstage, zitiert. "Eine Registrierung, die Regulierung der Besucherströme, Hygienevorschriften und eine Maskenpflicht in allen allgemein zugänglichen Räumen - natürlich bereitete die Pandemie uns vorab viel zusätzliche Arbeit. Insgesamt werten wir die Messe als Erfolg, auch weil wir zeigen konnten, dass es machbar ist."

Auch wenn die Veranstalterinnen nach wie vor mit Auflagen und Anpassungen rechnen, fühlen sie sich, nach eigener Aussage, gut aufgestellt und zuversichtlich in Bezug auf die kommende Messe im nächsten Jahr.

Der Mund-Nasen-Schutz war auf den Gesundheitstagen des Jahres 2020 überall Pflicht. Archivbild: Peter Rauch

Saale-Zeitung, 11.10.2020

Fortbildung für Hundezüchter erstmals als Online-Veranstaltung

Normalerweise kommen die Hundezüchter aus ganz Deutschland in den Kursaal nach Bad Bocklet.

Das in Bad Kissingen ansässige veterinärmedizinische Diagnostiklabor Laboklin, hätte normalweise an einem Wochenende die aus ganz Deutschland angereisten Hundezüchter im Kursaal in Bad Bocklet begrüßt. Aufgrund der Corona-Pandemie entschloss sich Dr. Elisabeth Müller, Inhaberin und Geschäftsführerin von Laboklin, in diesem Jahr auf die Präsenzveranstaltung zu verzichten und stattdessen den Hundezüchtern einen Fortbildungstag als Online-Veranstaltung anzubieten, teilt das Labor mit.

Die ganze Organisation hat das Team rund um den Züchtertag vor neue Herausforderungen gestellt. Für diese Veranstaltung wurde eine eigene Homepage erstellt (https://zuechtertag.laboklin.com/), die als Anlaufstelle für die Züchter diente. Über diese Seite konnten die Züchter das Hauptprogramm verfolgen, ebenso wie die drei fachspezifischen Seminare am Nachmittag.

Neben den vielseitigen Fachvorträgen wurde auch ein Labogen-Messestand und eine Expertenrunde den Teilnehmenden angeboten. Elisabeth Müller diskutierte hier mit den anwesenden Referenten aktuelle Fragestellungen. Dabei wurde auch auf die Fragen der Teilnehmenden eingegangen, die diese im Chat stellen konnten.

Gerade der persönliche Kontakt mit den Hundezüchtern musste weichen. Viele von den Züchtern, die in den Vorjahren angereist sind, sind Laboklin treu geblieben und haben an der Online-Veranstaltung teilgenommen - und zusätzlich hat Laboklin auch viele Züchter angesprochen, die sonst nicht den weiteren Weg nach Bad Kissingen auf sich genommen hätten.

Fachvorträge und Workshops

Laboklin hatte mit dem Online Züchtertag-Konzept nach eigenen Angaben höchst informative Fachvorträge und Workshops zusammengestellt. Insgesamt haben sich rund 330 Teilnehmer zu dieser Veranstaltung angemeldet. Über 100 Züchter, die aus ganz Deutschland, der Schweiz, Österreich und Belgien live zugeschaltet waren, lauschten den Vorträgen. Zudem bekommen im Nachgang über 200 Züchter einen Link für die Aufzeichnung per E-Mail geschickt.

Dr. Anne Posthoff, Fachtierärztin für Klein- und Heimtiere, referierte zum Thema "Trächtig werden - trächtig bleiben, dann klappt's auch mit den Welpen", was beim online Publikum aufgrund ihrer Fachkompetenz und ihres guten Rufes auf sehr großes Interesse stieß, so Laboklin.

Neben medizinischen und genetischen Themen ging es bei den Vorträgen auch um rechtliche Aspekte: Kristina Trahms, Rechtsanwältin für Hunderecht aus Viersen, informierte über Züchterhaftung und Kaufvertragsgestaltung. Ein Termin für die nächste Züchtertagung steht übrigens auch bereits fest: Am 19.September 2021 wird die siebte Züchtertagung stattfinden. Ob es wie dieses Jahr eine reine Online-Veranstaltung wird, oder die Hundezüchter sich wieder in Bad Bocklet begrüßen können, wird sich zeigen. Schwerpunktthema hierbei wird "Alles rund um den Welpen" sein. red

Die Expertenrunde bei dem Online Züchtertag beantwortete auch Fragen der zugeschalteten Teilnehmer. Foto: Jana Rösner/Laboklin

Saale Zeitung, 09.10.2020

Bad Kissingen: Unter besonderen Umständen

Abstandsregeln, Hygiene und Mund-Nasen-Schutz, das sind Begriffe, die bei den 23. Bad Kissinger Gesundheitstagen im Vordergrund stehen werden.

Bestimmt muss sich jeder, der Großveranstaltungen organisiert, regelmäßig Herausforderungen und Problemen stellen. So hoch wie bei den Bad Kissinger Gesundheitstagen 2020 wachsen die Hindernisse aber selten. Zunächst war es nur das private Engagement von Elisabeth Müller, das der Veranstaltung nach dem Aus für das Gesundheitszentrum Bad Kissingen überhaupt noch eine Chance gab. Und dann kam Corona. Im Frühjahr zwang die Pandemie zur Verlegung. Nächste Woche, wenn das von Elisabeth Dichtl ausgearbeitete und betreute Programm, tatsächlich laufen soll, verleiht sie den Gesundheitstagen ein völlig anderes Gesicht. Wegen Corona steht größtmögliche Sicherheit für Besucher und Anbieter vor allen anderen Themen.

Für die drei Tage vom 16. bis 18. Oktober haben die Veranstalter nach Angaben von Elisabeth Müller und Elisabeth Dichtl "in enger Abstimmung mit den lokalen Partnern und Gesundheitsbehörden" ein strenges Hygiene- und Sicherheitskonzept erarbeitet. Dabei wird nicht nur ganz genau auf die Einhaltung der erforderlichen Abstände, auf Mund- und Nasenschutz oder auf Desinfektion geachtet. Wichtig ist nach Angaben der Veranstalter auch das richtige Lüftungskonzept.

Die Frage, ob man dort effektiv lüften kann, spielte bei der Auswahl der Räume eine entscheidende Rolle. Vor diesem Hintergrund ist zum Beispiel die Ausstellung diesmal auf die Wandelhalle beschränkt, weil man dort effektiv lüften kann.

Natürlich nehmen die Regeln zur Absicherung gegen Corona auch Einfluss auf die Zahl der Menschen, die sich gleichzeitig in einem Raum aufhalten können. In der Wandelhalle, wo trotz aller Vorgaben 66 Aussteller Platz finden, dürfen sich nach Angaben von Elisabeth Dichtl zusätzlich zu den Besatzungen der Stände 160 Personen gleichzeitig aufhalten. Ein anderes Beispiel ist der Rossinisaal. Bei den Vorträgen dort seien von früher 150 Plätzen aktuell 54 nutzbar.

Nicht ohne Mund-Nasen-Schutz

Dass die Hygiene- und Sicherheitsregeln eingehalten werden, ist aus Sicht von Elisabeth Müller essentiell. Darauf haben die Veranstalter schon bei der Auswahl der Aussteller geachtet. Das Konzept stellt aber auch Ansprüche an die Besucher. Sie müssen "in allen allgemein zugänglichen Bereichen der Messe sowie in den Workshop- und Vortragsräumen Mund-Nasen-Bedeckungen tragen. Sowohl beim Besuch der Messe als auch bei Workshops und Vorträgen ist Registrierung erforderlich. Besucher können sich schon im Vorfeld online für Wandelhalle oder Rossinisaal registrieren. Die QR-Codes dazu sind auf der Webseite der Gesundheitstage zu finden.

Ein wichtiger Partner beim Programm ist in diesem Jahr das Zentrum für Telemedizin (ZTM), dessen Beitrag Geschäftsführer Sebastian Dresbach bei der Pressekonferenz mit Ausblick auf die Veranstaltung beschrieb. Grundsätzlich wollen die Macher der 23. Bad Kissinger Gesundheitstage mit ihrem Programm möglichst viele Menschen aller Altersstufen ansprechen. Dass ein Kernthema dabei Selbstbestimmt leben im Alter lautet, sehen sie nicht als Widerspruch an. In Zusammenarbeit mit dem ZTM läuft am Samstag, 17. Oktober, eine Vortragsreihe zu diesem selbstbestimmten Leben im Alter. Dabei soll es unter anderem um Assistenzsysteme oder barrierefreie Umbauten oder deren Förderung gehen.

Ebenfalls für Samstag ist ein Aus- und Weiterbildungsforum geplant. Dabei können sich Fach- und Hochschulen sowie weitere Institutionen aus dem Gesundheitswesen mit Aus- und Fortbildungsangeboten vorstellen. Zielgruppe sind hier nach Angaben von Elisabeth Dichtl schulische Abschlussjahrgänge sowie Erwachsene, die sich über berufsbegleitende Lehrgänge informieren wollen. Bereits etabliert sei die Jobbörse für Gesundheitsberufe, die auch in diesem Jahr zum Programm gehört.

Am Sonntag, 18. Oktober, beschäftigt sich eine Podiumsdiskussion mit der Frage, welchen Einfluss Pandemien auf Gesundheit, Wirtschaft und soziales Leben haben. Drei Workshops sind für Samstag im Kaiserhof Viktoria vorgesehen. Richtig ernähren im 21. Jahrhundert, heißt ener, Aktive Zuversicht - aufrecht und frei leben, der zweite. Pflanzenheilkunde für Herz, Kreislauf und Blutgefäße lautet das Thema des dritten. Eine Erlebnislesung wird es, ebenfalls am Samstag, mit Rainer Haak geben. Zum Rahmenprogramm gehört unter anderem das Kunstprojekt Herzensangelegenheit. Für ein Kinderprogramm sorgt am Sonntagnachmittag der KiKiBu.

Wie es mit den Bad Kissinger Gesundheitstagen nach diesem besonderen Jahr weitergeht, vermag Elisabeth Müller noch nicht sicher zu sagen. Eigentlich wollte sie das für den Gesundheitsstandort Bad Kissingen durchaus bedeutsame Angebot nur über die Lücke nach dem Wegfall des Fördervereins Gesundheitszentrum hinwegretten. Von einer sicheren Perspektive für die Zukunft der Veranstaltung konnte die Eigentümerin und Leiterin von Laboklin am Freitag aber noch nicht berichten. Wenigstens sie selber habe das Projekt nicht einfach aufgeben: "Es wird schon Gesundheitstage 2021 geben", sagt sie.

21.09.2020

Großer Preis des Mittelstands 2020: LABOKLIN als Preisträger ausgezeichnet

Bad Kissingen/Würzburg – Fast 400 Unternehmerinnen und Unternehmer aus den Wettbewerbsregionen Baden-Württemberg, Bayern, Berlin/Brandenburg, Hessen, Sachsen und Thüringen erlebten am Samstag, den 12.09.2020 im Würzburger Hotel Maritim die Auszeichnungsgala der Oskar-Patzelt-Stiftung zum „Großen Preis des Mittelstandes 2020“, der mittlerweile zum 26. Mal vergeben wurde. Das diesjährige Wettbewerbsmotto lautete „Meilensteine setzen“. Auch wenn die Gala in Zeiten der Corona-Pandemie diesmal etwas anders ablief, war es dank eines ausgeklügelten Hygienekonzepts dennoch ein unvergesslicher Abend für die Anwesenden.
Dr. Helfried Schmidt und Petra Tröger, Vorstände der Oskar-Patzelt-Stiftung, überreichten die begehrte Preisträgerstatue an 14 Unternehmen der sechs Wettbewerbsregionen. Unter den bayerischen Preisträgern befand sich erneut das 1989 gegründete veterinärmedizinische Diagnostiklabor LABOKLIN mit Sitz in Bad Kissingen, dessen Geschäftsführerin Dr. Elisabeth Müller sichtlich stolz den Preis für ihr Unternehmen entgegennahm. Im Jahr zuvor hatte sie bereits die Auszeichnung als „Finalist“ mit nach Hause nehmen dürfen.
Die Jury bewertete insbesondere die Entwicklung und das Leben des beruflichen Miteinanders, die Innovationsstärke und Wendigkeit im Markt, das Engagement und die Verbundenheit mit der Region.
LABOKLIN investiert kontinuierlich in die Aus- und Weiterbildung der Belegschaft. Im Fokus stehen sowohl fachliche Qualifikationen als auch Inhalte zu Kommunikation, Konfliktbewältigung und Führung. Im Zuge der Coronavirus-Pandemie wurden rasch Webinare eingeführt, an denen die Kunden und Angestellten auch von zu Hause aus teilnehmen können. Verbesserungsvorschläge der Mitarbeiter werden verfolgt und, soweit möglich, schnell in Zusammenarbeit mit dem Vorschlagenden umgesetzt. Zudem profitiert die Belegschaft von kostenfreien Gesundheitsvorsorgeuntersuchungen nach eigener Wahl, betrieblicher Altersvorsorge, bedarfsgerechter und flexibler Arbeitszeitanpassung, Sport im firmeninternen Fitnessraum, Yoga im Betrieb und vielem mehr.
„Wissen, Weiterbildung und Innovationen bleiben für mich entscheidende Faktoren, die uns als Unternehmen erfolgreich vorangebracht haben und dabei mitwirken, dass wir unsere hervorragende Position in der Branche behaupten und weiter ausbauen“, so Elisabeth Müller. Eine hervorragend ausgebildete, motivierte Belegschaft, die Spaß bei der Arbeit habe und auch in Ausnahmesituationen wie der Corona-Pandemie an einem Strang ziehe, sei durch nichts zu ersetzen. Daher gelte der Dank für die Auszeichnung in ganz besonderem Maße ihrer „Truppe. „Wir versuchen, ultimative Dienstleistung zu leben“, so Dr. Müller, das sei oft der entscheidende Unterschied zum Wettbewerb.
Obgleich der Große Preis des Mittelstands nicht dotiert ist, stößt er auf eine anhaltend hohe Resonanz, da er bei den Ausgezeichneten als Anerkennung und Bestätigung ihrer Leistungen gilt. Diesmal setzten sich die Ausgezeichneten gegen mehr als 3.100 Mitbewerber durch, die 2020 in den sechs Wettbewerbsregionen nominiert waren. Bundesweit waren es fast 5.000 Nominierte (kleine und mittlere Unternehmen, Banken und Kommunen), 533 davon erreichten die Juryliste. Interessant ist, dass es sich dabei nicht nur um Newcomer handelt, sondern auch um alteingesessene Unternehmen, die schon so manche Krise erfolgreich gemeistert haben.

Bildquelle: Oskar-Patzelt-Stiftung/Boris Löffert

Saale Zeitung, 18.09.2020

Rund ums Herz

Auf den Bad Kissinger Gesundheitstagen im Oktober steht ein Nachmittag unter dem Thema Herzgesundheit.

 Das Thema "Herz" ist Teil des neuen Formats "Gesundheit im Fokus" am Sonntag, 18. Oktober. Um 13 Uhr erörtert eine hochkarätig besetzte Expertenrunde wie ein Herzinfarkt erkannt und behandelt werden kann.

Auf den Gesundheitstagen informieren dazu ferner verschiedene Aussteller über Prävention aber auch modernste Behandlungsmöglichkeiten bei Herzinfarkt und Herzinsuffizienz. Das Deutsche Zentrum für Herzinsuffizienz (DZHI) erforscht und therapiert in einem ganzheitlichen Ansatz die Systemerkrankung Herzinsuffizienz samt ihrer Begleit- und Folgeerkrankungen. Als bundesweit einmalige Einrichtung integriert das Zentrum Grundlagenforschung, klinische Forschung und Patienten-Behandlung zum Thema Herzschwäche unter einem Dach.

Die Deutsche Herzstiftung e.V. ist mit einem Sonderstand vor Ort. Sie berät sowohl Herzpatienten als auch Herzgesunde in unabhängiger Weise über Herz-Kreislauf-Erkrankungen. Besucher können am Stand Nr. 89 ihr Herzinfarkt-Risiko testen.

Ebenfalls am Sonntag, bietet der Veranstalter der Bad Kissinger Gesundheitstage am Info-Stand Nr. 55 die Möglichkeit, anonym und kostenlos das Herzalter zu testen. Der Online-Test "Deutschland bestimmt das Herzalter" ist eine Initiative der Assmann-Stiftung für Prävention. Innerhalb von 90 Sekunden kann man nicht nur sein Herzalter bestimmen, sondern erhält auch noch wertvolle Anregungen für die Herzgesundheit.
Der Herzinfarkt

Das Herz ist ein Beispiel für unermüdliche Ausdauer. Rund 50 Mal pro Minute schlägt es in unserer Brust und versorgt den gesamten Körper mit Sauerstoff und Nährstoffen. Gerät dieses fein aufeinander abgestimmte Zusammenspiel aus dem Gleichgewicht, kann es zu gefährlichen Erkrankungen - bis hin zu einer Herzinsuffizienz oder einem Herzinfarkt kommen. Nicht nur Männer, auch Frauen sind davon betroffen. Ebenso ist der Anteil an jüngeren Menschen gestiegen, die einen Herzinfarkt erleiden. Die gute Nachricht ist, dass immer mehr Menschen einen akuten Herzinfarkt überleben. Hauptursache für diesen ist eine Verengung oder ein Verschluss der Herzkranzgefäße. Mit einem Infarkt beginnt ein Wettlauf gegen die Zeit. Jede Minute zählt um Herzmuskelzellen zu retten, die sich nur sehr eingeschränkt regenerieren können.

Oft ist das Herz danach aber so geschädigt, dass es den Körper nach wenigen Jahren nicht mehr ausreichend mit Blut versorgen kann. In der Folge kann auch eine Herzinsuffizienz auftreten, die zu erheblichen Einschränkungen führt.
Risikofaktoren vermeiden

Herzinfarkt und Herzinsuffizienz haben oft ähnliche Ursachen und Risikofaktoren. Rauchen, Bluthochdruck, erhöhte Cholesterinwerte und Diabetes gehören zu den größten Risiken.
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Wer also auf seine Gesundheit achten will, sollte auf eine gesunde und abwechslungsreiche Ernährung achten. Frisches Obst und Gemüse sowie Fisch, Nüsse und gesunde Fette, wirken sich positiv auf den Körper aus. Regelmäßige Bewegung stärkt ebenfalls das Herz und senkt den Blutdruck. Täglich 30 Minuten Bewegung, etwa ein flotter Spaziergang, wirken sich bereits positiv aus. Wer dann noch zusätzlich eine Stunde Ausdauertraining pro Woche wie Walken, Radfahren oder Schwimmen betreibt, tut nicht nur etwas für seine Gesundheit, sondern stabilisiert auch die Psyche. Chronischer Stress und seelische Leiden wie Depressionen, Angststörungen oder auch Einsamkeit können sich negativ auf das Herz-Kreislaufsystem auswirken. Wird die Belastung zum Dauerzustand, so kann das Folgen für das Herz haben. Meditation, Yoga und Entspannungstechniken können helfen vorzubeugen oder den Krankheitsverlauf zumindest positiv beeinflussen.
Informationen

Termin Die 23. Bad Kissinger Gesundheitstage finden vom 16. bis 18. Oktober 2020 in der Wandelhalle statt. Nachdem der Förderverein Gesundheitszentrum e.V. die Gesundheitstage 22 Jahre lang organisierte, wird die kommende Veranstaltung durch die Laboklin GmbH & Co. KG durchgeführt.

Die dreitägige Veranstaltung umfasse eine große Fachausstellung, etwa 80 Fachvorträge zu verschiedenen Gesundheitsthemen und ein Aktivprogramm zum Mitmachen.

Weitere Informationen gibt es unter www.gesundheitstage-badkissingen.de

Corona In enger Zusammenarbeit mit den lokalen Partnern und Gesundheitsbehörden wurde ein Hygiene- und Sicherheitskonzept für die Bad Kissinger Gesundheitstage entwickelt. Dieses Konzept basiert auf dem heutigen Stand der behördlichen Vorgaben und Regelungen. Mögliche Änderungen oder Lockerungen werden zeitnah kommuniziert.

Saale-Zeitung, 02.09.2020

Kurstadt wirbt um Unternehmen

Im Auftrag der Stadt wurden zwei Imagefilme gedreht, mit denen sich Bad Kissingen im nationalen Wettbewerb als Gesundheitsstandort behaupten will. Im Mittelpunkt stehen ortsansässige Firmen.

Das Staatsbad Bad Kissingen nicht nur als Standort für Gesundheitstourismus zu bewerben, sondern parallel dazu die Große Kreisstadt zu einem Zentrum moderner Gesundheitswirtschaft auszubauen, ist das strategische Ziel von Oberbürgermeister Dirk Vogel (SPD). Jetzt stellte er gemeinsam mit ansässigen Unternehmen zwei kurze, im Auftrag der Stadt produzierte Imagefilme vor, die online auf der städtischen Website, auf Facebook und Youtube abrufbar sind.

"Wir sind nicht nur Bismarck, wir sind auch Innovation." Mit diesem Satz machte OB Vogel deutlich, wohin der Weg führen soll. Viele Unternehmen aus den Bereichen der Gesundheitswirtschaft, der medizinischen Forschung und der industriellen Medizintechnik hätten sich in den vergangenen Jahren in der Kurstadt angesiedelt, ohne dass deren Potenzial für das Stadtmarketing und die Wirtschaftsförderung umfassend genutzt worden sei. Vogel: "Wir müssen die Bereiche Wirtschaft, Wissenschaft und Industrie miteinander vernetzen und einen Mehrwert für die Stadt schaffen."

Der Oberbürgermeister verwies auf die Wanderungsbewegungen aus und nach Bad Kissingen: Senioren ziehen gern in die Kurstadt, junge Kissinger suchen sich allzu oft ihre Arbeitsplätze in umliegenden Großstädten. Doch auch Bad Kissingen bietet qualifizierte Arbeitsplätze in zukunftsorientierten Wirtschaftszweigen, betonte Vogel. "Aber wir stehen im Wettbewerb mit den Metropolen." Ansässige Unternehmen sollen deshalb unterstützt und zusätzliche qualifizierte Arbeitsplätze geschaffen werden.

Entwicklungskonzept

Doch neue Unternehmen brauchen Platz. Deshalb will der Oberbürgermeister in Kürze dem Stadtrat ein Gewerbeflächen-Entwicklungskonzept vorlegen, das nicht nur die Erschließung der noch freien, etwa zehn Hektar großen Freifläche im Norden des früheren Kasernengeländes vorsieht, sondern die Schaffung neuer Gewerbeflächen im Nordwesten der städtischen Gemarkungsgrenze.

Zunächst soll aber das Kasernengelände gefüllt werden, wobei mit dem zentralen Dreiecksgrundstück gegenüber der Polizei begonnen werden soll. Hier wünscht sich das Stadtoberhaupt Unternehmen mit qualifizierten und gut bezahlten Arbeitsplätzen. "Meine Schwerpunkte in der Unternehmensansiedlung liegen auf Innovation und nicht auf einem weiteren Kaufmarkt." Die Generierung zusätzlicher Gewerbe- und Einkommenssteuer ist sein Ziel.

Konkret auf Corona bezogen, wirbt die Stadt in einem 2,5-Minuten-Spot mit dem international operierenden Laborbetrieb Laboklin, dem Unternehmen Geratherm Respiratory, einem Hersteller von Geräten zur Lungenfunktionsdiagnostik mit Kunden in über 80 Ländern, sowie dem Zentrum für Telemedizin. Diese drei Unternehmen sind Beispiele für die vor Ort ansässige Fachkompetenz im medizinischen und medizintechnischen Bereich und schon seit Wochen mit ihrer Dienstleistung als Labor für Corona-Tests, als Hersteller von Medizintechnik oder mit Einsatz von Videokommunikationssoftware zur Erleichterung des zu Corona-Zeiten erschwerten Dialogs zwischen Hausarzt und Patient mit der Pandemie konkret beschäftigt.

Doppelt so lang dauert der die Gesundheitswirtschaft umwerbende Imagefilm, in dem auch andere Firmen vorgestellt werden und zu Wort kommen. Dienstleistungen oder Produkte dieser Firmen gehen "von Bad Kissingen in die Welt", heißt es im Film. Bad Kissingen biete "Chancen für Wachstum und Innovation". Mit beiden Filmen will sich die Stadt im nationalen Wettbewerb behaupten. Regisseur Max Kupfer, der bereits 2013 beim Staatsbad-Imagefilm "Phantasieland" Regie führte, mahnte zum sofortigen und intensiven Einsatz der Filme: "Heute muss man schneller agieren als früher." Die kommende Generation werde noch stärker digital vernetzt sein und wieder andere Ansprüche stellen.

Die Chance, zusätzliche Unternehmen der Gesundheitswirtschaft am Gesundheitsstandort Bad Kissingen anzusiedeln, sei enorm, ergänzte Geschäftsführer Kunibert Schäfer (Geratherm Respiratory). Allein im medizinischen Bereich gibt es in Deutschland 24 000 Unternehmen, aber zu wenige in Bad Kissingen. Doch der gute Wille allein reicht nicht. "Wir bedienen international die Hightec-Medizin mit unserer Laborarbeit. Dazu brauchen wir einen guten Datentransfer", sprach Laboklin-Inhaberin Elisabeth Müller ein bekanntes Problem an: "Hier leben wir aber in einem Internet-Loch."

Bad Kissingen als Zentrum zukunftsfähiger Gesundheitswirtschaft wünschen sich (von links) Sophie Kobler (Zentrum für Telemedizin), Kunibert Schäfer (Geratherm Respiratory), Dr. Elisabeth Müller (Laboklin) und Oberbürgermeister Dirk Vogel Foto: Sigismund von Dobschütz

Saale-Zeitung, 27.08.2020

Wer wertet die Corona-Tests aus?

Rund 2,5 Stunden vergehen von der Öffnung des Röhrchens bis zum Vorliegen des Ergebnisses bei Laboklin.

Vor allem der Beginn der Corona-Pandemie war für alle eine Herausforderung. Besonders für die Gesundheitsbehörden. Denn es musste nicht nur die Verteilung der Schutzausrüstung organisiert und koordiniert werden, unabdingbar war auch, dass die Corona-Abstriche ausgewertet werden. Und das musste und muss natürlich schnell geschehen. "Wir suchten händeringend nach Laboren, die das übernehmen konnten. Aber alle waren überlastet", erinnert sich der Versorgungsarzt des Landkreises Rhön-Grabfeld Dr. Helmut Klum an diese turbulente Zeit zurück. Es sei schwer gewesen, ein humanmedizinisches Labor zu finden, welches die Abstriche auswertete. "Die Proben wurden kreuz und quer durch die Gegend gefahren. Das Labor der Uniklinik in Würzburg war überlastet, es dauerte ewig, bis die Ergebnisse kamen", sagt Klum. Wie sollte man diese Misere lösen?

Hier sollte sich wieder einmal folgendes bewahrheiten: Die besten Dinge verdanken wir oft dem Zufall. Ein sehr guter Freund des Sohnes von Helmut Klum arbeitet als Tierarzt in einem Labor in Bad Kissingen. Allerdings wertete das Labor für klinische Diagnostik namens Laboklin damals nur Proben von Tieren aus. Es war nämlich ein veterinärmedizinisches Institut. "Da fuhr ich einfach an einem Sonntagvormittag zu Dr. Anton Heusinger, dem Leiter der Abteilung Mikrobiologie bei Laboklin, der in meiner Nähe wohnt. Hier erfuhr ich, dass das Labor sowieso schon vor hatte, eine Genehmigung auch für humanmedizinische Proben zu bekommen", erinnert sich Klum. Ab da ging alles Schlag auf Schlag, die Zeit drängte ja. "Humanproben auszuwerten ist für uns überhaupt kein Problem", so Dr. Elisabeth Müller, Eigentümerin und Geschäftsführerin des Labors Laboklin. Sie selbst ist Fachtierärztin für Mikrobiologie. Dr. Helmut Klum rief sofort nach dem Gespräch bei der Kassenärztlichen Vereinigung Bayerns (KVB) an. "Dort fragte man mich: Wie soll das funktionieren? Das Labor ist doch nicht im humanmedizinischen Bereich tätig. Die Bedenken ließen sich aber leicht entkräften: Der Leiter des Robert Koch-Instituts, Dr. Lothar Wieler, ist schließlich selbst Fachtierarzt für Mikrobiologie", erzählt Klum. Schnell kam daraufhin die Genehmigung für Laboklin, die Corona-Proben auswerten zu dürfen. Erste Tests wurden am 30. März vom Labor ausgewertet. Jetzt hatte man einen kompetenten Partner direkt vor Ort. "Die Proben konnten sehr schnell nach Bad Kissingen gefahren werden. Teilweise bekamen wir die Ergebnisse der Tests noch am Abend oder spätestens am nächsten Morgen", so Klum. Dies sei sehr wichtig: Die Menschen, die getestet wurden und werden, säßen nämlich in der Quarantäne "auf Kohlen". Sie dürfen nicht heraus, bevor das Ergebnis bekannt ist. "Und natürlich macht man sich Sorgen, wenn es lange dauert, bis man weiß, ob man nun infiziert ist oder nicht", so Klum. Bevor ein negatives Testergebnis vorliegt, kann die betreffende Person auch nicht auf die Arbeit gehen.

"Die örtliche Nähe war und ist sehr wichtig. Dadurch konnten und können die Proben schnell ausgewertet und auch die Kosten gesenkt werden", so der Katastrophenschutzbeauftragte am Landratsamt Rhön-Grabfeld, Gerald Söder. Schließlich sei es nicht alleine damit getan, Abstriche zu nehmen. Diese müssten auch zeitnah ausgewertet werden. Deshalb brauche man auch ein Labor, das entsprechend leistungsfähig und flexibel ist. Das Ganze sei mit einer Kette vergleichbar: Beim schwächsten Glied reiße sie.

Dass die Kette hält, dafür sorgt Dr. Elisabeth Müller mit ihrem Team. Beim Labor Laboklin sind 450 Mitarbeiter beschäftigt, unter ihnen allein an die 90 Tierärzte. "Wir wussten von Anfang an, dass es für uns kein Problem darstellen würde, die Proben auszuwerten", so Müller. In der Tiermedizin spielt das Labor auf europäischer Ebene ganz oben mit. Und aufgrund der Corona-Krise und der benötigten Testkapazitäten wertet man eben auch humanmedizinische Proben aus. "Oberste Priorität war, dass wir nur das an Proben annehmen, was wir am gleichen Tag auswerten können", sagt die Chefin. Das ist ihr sehr wichtig, denn oft hängen an der zügigen Abarbeitung auch Schicksale. "Einmal ging es um die Frage: Die Mutter liegt im Sterben. Hat sie nun Corona oder darf sich die Tochter daneben setzen? Das berührt natürlich auch auf der menschlichen Ebene", so Müller.

Sicherheit steht an erster Stelle

Neben den Auswertungen für Bad Neustadt übernahm das Labor auch die amtlichen Untersuchungen, unter anderem für Bad Kissingen, Schweinfurt, Aschaffenburg und Miltenberg. Das Labor untersucht außerdem die Proben von Kurkliniken und Krankenhäusern. "Auch hier ist es uns wichtig, dass es neben der fachlichen Qualität vor allem schnell geht", meint Müller.

Mit den kooperierenden Häusern wurden dafür feste Zeiten ausgemacht. Kämen die Proben bis 7.30 Uhr, dann liege das Ergebnis bis 13 Uhr vor. "Wir können hier vor Ort an die tausend Corona-Proben am Tag auswerten. Das ist schon recht viel", so die Geschäftsführerin. Sie betont, dass das alles natürlich nur durch einen beispiellosen Einsatz der Mitarbeiter möglich ist, die diesen Ablauf durch extreme Arbeitszeiten auch an den Feiertagen möglich machen.

"Die Sicherheit der Mitarbeiter steht bei uns aber natürlich an erster Stelle", erklärt Müller. Im Labor sei bislang keine einzige Person durch Corona infiziert worden. Das liege auch an den zahlreichen Vorsichtsmaßnahmen. So habe man entsprechende Räume, die gesondert abgesichert sind, um mit den Keimen zu arbeiten. Bis ans kleinste Detail ist dabei gedacht: So würden selbst die Anträge für die Tests, die den Proben beiliegen, zuerst einmal in eine Art Backofen gehen, in dem Keime und Bakterien abgetötet werden. Die Mitarbeiter, die mit den Proben in Berührung kommen, seien alle durch besondere Schutzausrüstung sowie Maske geschützt. "Dabei greifen wir natürlich auf die schon vorhandene Untersuchungstechnik zurück, die sich bewährt hat", erklärt Müller.

Doch bei aller Unterstützung durch Maschinen: Das Aufdrehen der Corona-Proben geht immer noch mit der Hand. Anschließend muss in einem komplizierten Prozess die Erbinformation vom Tupfer entnommen und die so erhaltene Ribonukleinsäure (RNA) vervielfältigt werden. "Das ist eine sensitive Methode, die Zeit braucht", so die Geschäftsführerin. Rund 2,5 Stunden vergehen von der Öffnung des Röhrchens bis zum Vorliegen des Ergebnisses. Auch an die Entsorgung der Proben ist gedacht. "Der Abfall wird keimfrei gemacht, so dass wir nachts mit ruhigem Gewissen schlafen können", sagt Müller. Björn Hein

Unter großen Sicherheitsvorkehrungen werden beim Labor Laboklin in Bad Kissingen die Corona-Proben ausgewertet. Foto: Sabine Böhmer

Saale-Zeitung, 05.08.2020

Covid-Tests bei Laboklin

Das Bayerische Landesamt für Gesundheit und Lebensmittelsicherheit hat der Laboklin GmbH & Co. KG nun nochmals offiziell bescheinigt, dass das veterinärmedizinische Diagnostiklabor die Voraussetzungen...

 

Das Bayerische Landesamt für Gesundheit und Lebensmittelsicherheit hat der Laboklin GmbH & Co. KG nun nochmals offiziell bescheinigt, dass das veterinärmedizinische Diagnostiklabor die Voraussetzungen zur Durchführung der SARS-CoV-2-Diagnostik beim Menschen mittels PCR-Untersuchung erfüllt. Somit führt Laboklin weiterhin Covid-Tests im Auftrag von Gesundheitsämtern und deren Vertragsärzten durch, heißt es in einer Pressemeldung. "Wir freuen uns, auch künftig unseren Beitrag bei der Bewältigung der Anforderungen, die die Pandemie an uns stellt, leisten zu können", so Laborinhaberin Dr. Elisabeth Müller. Es komme aber nicht nur auf Qualität bei der Diagnostik, sondern auch auf Schnelligkeit an, daher sei man stolz darauf, auch bei dieser Untersuchung in der Regel eine Durchlaufzeit von 24 Stunden einzuhalten. Durch die Bereitstellung von Testkapazitäten leistet Laboklin seit Beginn der Corona-Pandemie einen aktiven Beitrag zu deren Eindämmung, heißt es in der Meldung des Unternehmens weiter. red

Saale-Zeitung, 29.04.2020

3001-mal Händewaschen bringt 3001 Euro-Spende

"Haben Sie sich eigentlich schon einmal Gedanken darüber gemacht, wie oft Sie in Corona-Zeiten am Tag Ihre Hände waschen?" Umfrage unter Mitarbeitern Das Ergebnis dieser freiwilligen Umfrage in den Ab...

"Haben Sie sich eigentlich schon einmal Gedanken darüber gemacht, wie oft Sie in Corona-Zeiten am Tag Ihre Hände waschen?"

Umfrage unter Mitarbeitern

Das Ergebnis dieser freiwilligen Umfrage in den Abteilungen des veterinärmedizinischen Diagnostiklabors Laboklin lautete: 3001 Mal. Mitgemacht haben 216 Mitarbeiter. Da aktuell noch die Corona-Spendenaktion "Mir halten zamm!" von VR-Bank und Sparkasse Bad Kissingen, dem Landkreis Bad Kissingen und der Saale-Zeitung läuft, hat Dr. Elisabeth Müller, Geschäftsführerin und Eigentümerin des Labors, nicht lange überlegt und kurzerhand die Händewasch- mit der Spendenaktion verknüpft: "Für jedes Waschen spenden wir jetzt 1 Euro, also insgesamt 3001 Euro" , heißt es in einer Mitteilung von Laboklin.

Im Speziellen solle die Spende den Tafeln in der Region zu Gute kommen. Aus persönlichen Gesprächen mit Wolfgang Speyer, dem Vorsitzenden der Tafel Bad Kissingen, wisse man, dass diese momentan viel weniger Lebensmittelspenden bekomme und Geld benötige, um zukaufen zu können. "Unsere Spende kommt also genau an der richtigen Stelle an, nämlich bei den Bedürftigen, deren Zahl jetzt leider auch noch zunimmt. Und gerade in schwierigen, herausfordernden Lebenslagen darf man eben die nicht aus den Augen verlieren, die in besonderem Maß unsere Hilfe benötigen", so die Firmenleitung. red

Saale-Zeitung, 30.03.2020

Laboklin untersucht Tests

Laboklin leistet nach eigenen Angaben einen aktiven Beitrag zur Bekämpfung der Corona-Pandemie: Das tierärztliche Diagnostiklabor hat auf Anfrage der Regierung Unterfrankens zugesagt, Humanproben auf ...

Laboklin leistet nach eigenen Angaben einen aktiven Beitrag zur Bekämpfung der Corona-Pandemie: Das tierärztliche Diagnostiklabor hat auf Anfrage der Regierung Unterfrankens zugesagt, Humanproben auf SARS-CoV-2 zu testen und hat die Testung im eigenen Labor für die amtlich beauftragten Untersuchungen etabliert. Die Testung erfolgt zum Beispiel für die bei der mobilen Entnahmestelle gewonnenen Proben. Durch die Aufnahme dieser Untersuchungen ist ein schneller Befund und damit auch eine schnelle Reaktion der Behörden möglich. "Wir freuen uns, unseren Beitrag bei der Bewältigung der durch die Pandemie gestellten Anforderungen leisten zu können", sagt Laborinhaberin Dr. Elisabeth Müller. Die Erweiterung der Testkapazitäten wird als wichtiger Baustein gesehen bei der Bewältigung der Pandemie.

Laboklin ist ein Labor für klinische Diagnostik im Bereich Veterinärmedizin. Das Labor mit Hauptsitz in Bad Kissingen wurde 1989 gegründet und ist mittlerweile fast in ganz Europa sowie in Asien und auf der arabischen Halbinsel tätig. red

Saale-Zeitung, 26.02.2020

Laboklin übergibt Spende an Leukämiehilfe

Was tun mit Hardware, welche im Unternehmen keine Verwendung mehr findet? Beim veterinärmedizinischen Diagnostiklabor Laboklin wird diese regelmäßig gegen einen geringen Unkostenbeitrag an die Belegsc...

Was tun mit Hardware, welche im Unternehmen keine Verwendung mehr findet? Beim veterinärmedizinischen Diagnostiklabor Laboklin wird diese regelmäßig gegen einen geringen Unkostenbeitrag an die Belegschaft veräußert. Der erzielte Erlös geht dann an wohltätige Zwecke.

Im Rahmen der letzten Verkaufsaktion kam eine beachtliche Summe von 1372 Euro zusammen. Dieser Betrag wurde nun als Spende an die Max Armbrecht Leukämiehilfe e. V. übergeben. Der Verein unterstützt seit mehr als 20 Jahren Menschen mit Leukämie und anderen schweren Krebserkrankungen. Ein Schwerpunkt liegt in der psychosozialen Betreuung während Therapie und Nachsorge. Dr. Elisabeth Müller, Inhaberin und Geschäftsführerin von Laboklin, unterstützt gern Projekte, die einen konkreten Bezug zur Region haben. "Wir haben über Mehrheitsbeschluss entschieden, welche gemeinnützige Einrichtung das Geld bekommen soll. Ich stehe absolut hinter der diesjährigen Wahl meiner Belegschaft. Mit geringem Aufwand können wir großen und kleinen Krebspatienten sowie deren Familien kleine Lichtblicke verschaffen und damit ein wenig von den Sorgen ablenken", so die Firmenchefin. Die Aktion werde in jedem Fall auch 2020 wieder stattfinden - mit hoffentlich ähnlich erfreulich hohem Spendenertrag. red

2019

Saale-Zeitung, 25.11.2019

Bad Kissingen: Winterkleid für Laborneubau

Für rund zehn Millionen Euro erweitert Laboklin seinen Unternehmenssitz in der Kaserne. Auch andere Tochterlabore in Europa sind inzwischen aus ihren Räumen herausgewachsen.

Der Rohbau für das neue Laborgebäude steht. Arbeiter bringen das Dämmmaterial an den Außenwänden an. Auf die Dämmung montieren sie eine Metallkonstruktion, in die später nur noch die Paneele für die Fassadenverkleidung einzuhaken sind. Optisch wird sich der Neubau später an die bestehenden Laboklin-Gebäude auf der anderen Seite der Steubenstraße anpassen. "Das ergibt eine Flucht längs zum Bestand", erläutert Geschäftsführerin Elisabeth Müller.

Das tiermedizinische Labor erweitert seinen Standort in der ehemaligen Kaserne inzwischen bereits zum dritten Mal. Aktuell entsteht für rund zehn Millionen Euro ein viergeschossiger Erweiterungsbau. Der soll 5500 Quadratmeter zusätzlichen Platz bieten für Büro- und Verwaltungsmitarbeiter. "Wir sind aktuell gut im Zeitplan", berichtet sie. Laufen die Arbeiten weiterhin reibungslos ab, werde das Gebäude bis Ende März 2020 und damit knapp ein Jahr nach Baubeginn fertiggestellt. Für Anfang April ist in dem Fall der Umzug geplant. Dann belegen die Mitarbeiter aus der telefonischen Kundenberatung, der Buchhaltung, aus Einkauf, Versand und Marketing ihre neuen Räume. Von Laborseite aus kommen Forschungs- und Entwicklungslabore sowie die Pathologie auf der gegenüberliegenden Straßenseite unter.

Datenautobahn für Laborgeräte

Im Innern der Baustelle ziehen Trockenbauer die ersten Wände ein und verlegen Schächte, Rohre und Leitungen für die Haustechnik. Der größte Brocken dabei: "70 bis 80 Kilometer Datenkabel brauchen wir im Neubau", erklärt Alexander Schrenk, der die Arbeiten von technischer Seite aus im Blick hat. Diese Masse sei notwendig, weil vor allem bei der Labortechnik entsprechend große Datenmengen anfallen.

Bis Weihnachten sollen die Fenster eingebaut, das Gebäude damit dicht und die Lüftungsanlage in Betrieb genommen und an die Fernwärmeversorgung angeschlossen sein. "Die Lüftung ist die Hauptmaschine", sagt Schrenk. Für Labore sind feste Luftaustauschraten vorgegeben. Im Falle von Laboklin muss die Luft in einem Raum alle siebeneinhalb Minuten einmal komplett ausgetauscht sein. "Am Tag wird im Labor viel Luft umgesetzt. Das muss die Anlage auch können", sagt er. Die Lüftung ist nicht nur für den Luftaustausch zuständig, sondern sie dient auch als Heizung, als Klimanlage, als Luftfilter und ist mit einer Wärmerückgewinnungsanlage gekoppelt. "Damit schmeißen wir keine wertvolle Energie nach draußen", erklärt Geschäftsführerin Müller.

Im Labor fällt durch die vielen Maschinen auch einiges an Prozessenergie an - sprich die Geräte wärmen einen Raum mit. Diese Prozessenergie wird so gleich mitgenutzt. Das Labor müsse strenge Energievorgaben einhalten, der Rückgewinnungsgrad liege bei rund 90 Prozent. "Der Verlust ist minimal", erklärt Schrenk.

Die Lüftung und die Haustechnik sind im Dachgeschoss untergebracht. Der Rest der Etage wird zu einem Seminarraum ausgebaut, in dem bis zu 100 Personen Platz finden sollen. "Da sind wir gerade in der Detailplanung, was wir an Medientechnik haben wollen", berichtet Müller. Die muss vor allem für Videokonferenzen geeignet sein, damit Mitarbeiter von zuhause, aus dem Außendienst oder von einem Tochterlabor an Besprechungen teilnehmen können. "Die Technik muss stabil laufen, dass man zum Beispiel auch jederzeit Ultraschallbilder, Präsentationen oder Mikroskopie-Sessions dazuschalten kann", erklärt sie die Anforderungen. In Sachen Medientechnik lasse sich Laboklin vom Zentrum für Telemedizin beraten.

"Wir haben jetzt das Jahr der Umzüge gehabt", sagt die Geschäftsführerin. Die kleineren Tochterlabore in Österreich, der Schweiz, Spanien und der Slowakei sind aus ihren Räumen herausgewachsen und haben sich vergrößert. Für 2020 ist die Erweiterung des Standorts in Polen und des Firmensitzes in Bad Kissingen geplant.

Saale-Zeitung, 18.09.2019

Großer Preis des Mittelstands: Laboklin ausgezeichnet

Der "Große Preis des Mittelstandes 2019" wurde zum 25. Mal von der Oskar-Patzelt-Stiftung vergeben

Mehr als 500 Unternehmerinnen und Unternehmer aus den Wettbewerbsregionen Baden-Württemberg, Bayern, Hessen und Thüringen erlebten am Samstag, im Würzburger Hotel Maritim die Auszeichnungsgala zum "Großen Preis des Mittelstandes 2019", der mittlerweile zum 25. Mal von der Oskar-Patzelt-Stiftung vergeben wurde. Der diesjährige Wettbewerb stand unter dem Motto "Nachhaltig wirtschaften".

Dr. Helfried Schmidt und Petra Tröger, Vorstände der Oskar-Patzelt-Stiftung, überreichten die begehrte Preisträgerstatue für die Auszeichnung "Finalist" an zwölf Unternehmen der vier Wettbewerbsregionen. Unter den bayerischen Preisträgern befand sich auch das 1989 gegründete veterinärmedizinische Diagnostiklabor Laboklin mit Sitz in Bad Kissingen, dessen Geschäftsführerin Dr. Elisabeth Müller stolz den Preis für ihr Unternehmen entgegennahm.

In der Laudatio wurde das Labor mit "super schnell, exakter als andere und international unterwegs" betitelt. Doch das Unternehmen hat noch viel mehr zu bieten: Neben der enormen Investitionssteigerung in den vergangene vier Jahren um stolze 230 Prozent überzeugte auch die beeindruckende Flexibilität im Unternehmen: Laboklin reagiere nicht nur professionell auf Kundenwünsche, sondern auch auf Veränderungen im Leben der Mitarbeiter, sodass diverse Arbeitszeitmodelle, unterschiedliche Strukturen an Heimarbeitsplätzen und eine optimale Anpassung der Arbeitssituation an die privaten Lebensumstände der Mitarbeiter Standard im Unternehmen seien. Zudem gehöre das Labor im Bereich der genetischen Untersuchungen zu Identitäts- und Abstammungsdiagnostik sowie der Erkennung von Erbkrankheiten mit zu den Besten in Europa.

"Wissen, Weiterbildung und Innovationen sind für mich die drei wesentlichen Erfolgsfaktoren, ohne die es nicht geht. Zudem sind wir sehr gut vernetzt mit Bildungs- und Forschungszentren und arbeiten daran, unsere hervorragende Position in der Branche zu behaupten und weiter auszubauen", so Elisabeth Müller. Hervorragend ausgebildete, motivierte Mitarbeiter/innen, die aktiv bei Entscheidungen eingebunden werden, seien der Schlüssel zu ihrem ganz persönlichen Erfolg. Sie sei froh, eine solch tolle Mitarbeitertruppe "an Bord" zu haben.

Obgleich der Große Preis des Mittelstands nicht dotiert ist, stößt er auf eine anhaltend hohe Resonanz, da er bei den Ausgezeichneten als Anerkennung und Bestätigung ihrer Leistungen gilt. Diesmal setzten sich die Ausgezeichneten gegen mehr als 2700 Mitbewerber durch, die 2019 in den vier Wettbewerbsregionen nominiert waren. Bundesweit waren es fast 5400 Nominierte (kleine und mittlere Unternehmen, Banken und Kommunen), 758 davon erreichten die Juryliste.

Eine Auflistung aller Preisträger vom Samstag kann unter www.mittelstandspreis.com eingesehen werden.

Laboklin mit Sitz in Bad Kissingen, ist ein europaweit tätiges, akkreditiertes Fachlabor für veterinärmedizinische Diagnostik und beschäftigt mittlerweile fast 400 Mitarbeiter. Seit 30 Jahren steht das Labor Tierarztpraxen und -kliniken als verlässlicher Partner zur Seite und hat sich in diesem Bereich zu einem der führenden Dienstleister etabliert. Die Leistungsqualität wird durch regelmäßige Kontrollen erhalten.

Saale-Zeitung, 11.07.2020

Einblick in Laborarbeit

Der SPD-Ortsverein Bad Kissingen traf sich zusammen mit den stellvertretenden Vorsitzenden Maren Schmitt und Felicitas Ganzleben bei Laboklin, um sich ein Bild vom zweitgrößten europäischen veterinärm...

Der SPD-Ortsverein Bad Kissingen traf sich zusammen mit den stellvertretenden Vorsitzenden Maren Schmitt und Felicitas Ganzleben bei Laboklin, um sich ein Bild vom zweitgrößten europäischen veterinärmedizinischen Diagnoselabor zu machen, das sich zu einem der wichtigsten Arbeitgeber im Kissinger Landkreis entwickelt hat.

Mit großem Interesse folgten die Gäste, unter denen sich auch die Stadträte Wolfgang Speyer und Bernd Czelustek (zugleich Vorsitzender der SPD-Stadtratsfraktion) sowie der SPD-Kreisvorsitzende Norbert Schaub befanden, den Ausführungen von Unternehmensgründerin und Geschäftsführerin Dr. Elisabeth Müller. An die Darstellung des Unternehmens mit seinen zahlreichen internationalen Standorten, mittlerweile fast 400 Beschäftigten und vier Haupttätigkeitsfeldern (Mikrobiologie, klinische Labordiagnostik, Pathologie und Molekularbiologie) schloss sich eine rege Frage- und Diskussionsrunde an, sodass aus der avisierten Stunde schnell eine Doppelstunde wurde. Dabei wurde klar, dass es weit mehr Beschäftigungsmöglichkeiten im Kissinger Labor gibt, als gedacht - vor allem qualifizierte Fach- und Tierärzte seien hier gefragt. red

Saale-Zeitung, 03.07.2019

Künftige biologisch-technische Asssistenten besuchen Laboklin in Bad Kissingen

Das Labor wachse weiter und benötige daher auch künftig Verstärkung durch gut ausgebildete Laborkräfte sowie Fachtierärzte, sagte Firmengründerin und Geschäftsführerin Dr. Elisabeth Müller.

Seit Jahren besuchen angehende biologisch-technische Assistenten (BTA) des Berufskollegs Hilden die Umweltbildungsstätte Oberelsbach: Neben Moortour und Sternenwanderung beinhaltete das Programm diesmal auch wieder mehrere Betriebsbesichtigungen, darunter beim veterinärmedizinischen Diagnose-Labor Laboklin in Bad Kissingen.

Während des mehrstündigen Aufenthalts bei Laboklin erfuhren die BTA- Schüler, welche vielfältigen Berufsmöglichkeiten es im Laborbereich gibt. Dann durften sie einen Blick in die vier Hauptabteilungen (Mikrobiologie, klinische Labordiagnostik, Pathologie und Molekularbiologie) werfen.

"Wir geben angehenden biologisch-technischen Assistenten ausgesprochen gerne einen Einblick in unseren Laboralltag, erklärte Firmengründerin und Geschäftsführerin Dr. Elisabeth Müller. Aus solchen Besuchen hätten sich bislang schon viele nette Kontakte ergeben - gerade im Hinblick auf den Berufseinstieg nach der Ausbildung. Das Labor wachse weiter und benötige daher auch künftig Verstärkung durch gut ausgebildete Laborkräfte sowie Fachtierärzte.

Laboklin ist ein europaweit tätiges, akkreditiertes Fachlabor für veterinärmedizinische Diagnostik und beschäftigt mittlerweile fast 400 Mitarbeiter. Es besteht seit 30 Jahren. Das Spektrum reicht von Untersuchungen aus dem Bereich der Mikrobiologie, der klinischen Labordiagnostik und der Allergie bis hin zur Pathologie und Genetik.

Saale-Zeitung, 01.07.2020

Unterstützung für "Fortither"

Die Bayerische Forschungsstiftung fördert für die nächsten drei Jahre das Verbundprojekt Fortither mit zwei Millionen Euro. Laboklin in Bad Kissingen ist als großes europäisches "Diagnostiklabor für V...

Die Bayerische Forschungsstiftung fördert für die nächsten drei Jahre das Verbundprojekt Fortither mit zwei Millionen Euro. Laboklin in Bad Kissingen ist als großes europäisches "Diagnostiklabor für Veterinärmedizin" in dem Forschungsverbund beteiligt. Es besteht aus zwölf Forschungsgruppen der Universitäten in Würzburg, Regensburg und München, dem Fraunhofer-Institut und 15 Partnern aus der bayerischen Wirtschaft.

Schwerpunkt des Verbundprojektes ist die Entwicklung neuer diagnostischer Verfahren zur individuellen Charakterisierung von Tumorzellen bei bösartigen Krebserkrankungen von zum Beispiel Prostata, Nebenniere und Knochenmark des Menschen. Jetzt erfolgte in Würzburg die Übergabe des Förderbescheids durch Wissenschaftsminister Bernd Sibler.

Ziel des interdisziplinären Projektes ist die Etablierung molekulargenetischer Testverfahren zur Prävention bestimmter Tumorerkrankungen des Hundes. Genetische Untersuchungen bei Tieren sind für Züchter seit langem Routine, um verschiedene Fellvarianten zu prognostizieren oder vererbbare Augenerkrankungen wie den angeborenen Star für die Nachkommen zu vermeiden.

Die Erforschung erblich bedingter Anfälligkeiten für Tumorerkrankungen, wie sie aus der Humanmedizin bekannt sind (zum Beispiel sogenannte Brustkrebsgene), sind in der Tiermedizin bislang weitgehend unerforscht, obwohl Rassedispositionen für bestimmte Tumore gut beschrieben sind. Hier sollen die neu entwickelten Testverfahren in Zukunft eine wichtige Lücke schließen und durch züchterische Möglichkeiten zum Tierwohl beitragen.

Laboklin ist ein europaweit tätiges, akkreditiertes Fachlabor für veterinärmedizinische Diagnostik und beschäftigt mittlerweile fast 400 Mitarbeiter. red

Saale-Zeitung, 09.04.2019

Laboklin forscht mit

Das Bad Kissinger Unternehmen Laboklin beteiligt sich am Forschungsverbund Tumordiagnostik für individualisierte Therapie (Fortither), der von der Bayerischen Forschungsstiftung mit knapp zwei Million...

Das Bad Kissinger Unternehmen Laboklin beteiligt sich am Forschungsverbund Tumordiagnostik für individualisierte Therapie (Fortither), der von der Bayerischen Forschungsstiftung mit knapp zwei Millionen Euro unterstützt wird. Das teilte Landtagsabgeordneter Sandro Kirchner (CSU) der Presse mit.

Bahnbrechende technische Entwicklungen auf den Gebieten der Computertechnologie und der biologischen Beschreibung von Geweben und Einzelzellen würden heute eine umfassende Analyse individueller Tumorleiden erlauben. Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler des interdisziplinären Konsortiums Fortither hätten in der Vergangenheit mit vielfältigen Vorarbeiten zu diesen Fortschritten beigetragen. Sie würden jetzt gemeinsam mit der forschenden Industrie Technologien aus den verschiedenen Feldern zusammenbringen, um so die Grundlagen zu schaffen für eine zeitnahe Übertragung der High-Tech-Testsysteme in die medizinische Versorgung.

An dem Forschungsverbund arbeiten unter anderem die Universitäten Würzburg und Regensburg, das Universitätsklinikum Würzburg oder das Klinikum der Universität München mit Unternehmen wie beispielweise Laboklin zusammen.

Landtagsabgeordneter Sandro Kirchner ist Mitglied im Stiftungsrat der Bayerischen Forschungsstiftung: "Mit der Bayerischen Forschungsstiftung steht in Bayern ein einmaliges Förderinstrument zur Verfügung, das Bayerns Position im weltweiten Forschungs- und Technologiewettbewerb fördert und stärkt."

Wirtschaft und Wissenschaft

Die Förderschwerpunkte stünden für zukunftsträchtige Schlüsseltechnologien. "Grundlage dafür ist die enge Zusammenarbeit von Wirtschaft und Wissenschaft und der damit verbundene Wissenstransfer." Aus der Kombination neuester Forschungsmethoden und anwendungsorientierten Technologien entstünden vielversprechende Anwendungsmöglichkeiten. red

Saale-Zeitung, 21.03.2019

Pojekt "Mensch inklusive": Zurück ins echte Leben

Die Initiative "Mensch inklusive" will vernetzen und helfen, Frauen und Männern mit Handicap eine Arbeit zu verschaffen, die mehr ist als nur ein Job.

Die Handgriffe, die er heute macht, wären vor 15 Jahren noch unmöglich gewesen. Bei einem Motorradunfall verletzte sich Thomas Gensler schwer. Fünf Wochen und einen Tag lang lag er im Koma. Danach lernte er alles neu. Dass er einmal wieder jeden Tag zur Arbeit gehen würde, dachte niemand. "Seelenfrieden" gibt ihm der Job, sagt der 33-Jährige heute. Laboklin, die Kissinger Firma, bei der er vor zehn Monaten seinen ersten Arbeitstag hatte, macht bei einem besonderen Projekt mit. "Mensch inklusive" heißt die Initiative der Lebenshilfe Schweinfurt. Das Projekt soll helfen, behinderten Menschen eine Beschäftigung auf dem ersten Arbeitsmarkt zu verschaffen.

"Menschen mit Behinderung werden oft immer noch auf ihre Behinderung reduziert", sagt Peter Pratsch. Höchste Zeit also für die Aktion "Mensch inklusive" der Lebenshilfe Schweinfurt. Peter Pratsch leitet das Projekt. Das sei auch deshalb so wichtig, "weil die Werkstätten nicht für jeden etwas sind". Dabei sollten alle ein Arbeitsfeld finden, in dem man sich wohlfühlt, meint er. Bis es soweit kommt, heißt es: beschnuppern.

Stefan Kohlhepp hilft beim Kennenlernen und hält Händchen beim Herantasten. Er ist als sogenannter Inklusionsberater der Lebenshilfe Ansprechpartner für alle. Am Anfang dauert es etwas, bis sich alle aufeinander einstellen, erzählt er. "Besonders, wenn das Personal noch keine Erfahrung mit Behinderten hat." Seine Empfehlung für ein lockeres Miteinander: "Einfach so annehmen wie es ist." Dass das freilich nicht immer so leicht ist, zeigt sich im Alltag.

Bewusster miteinander umgehen

Woran hackt's? Menschen mit einem Handicap fehlt es manchmal an Selbstständigkeit, meint er. Außerdem: einiges dauert länger, die Einarbeitung braucht Zeit. Anderen liegt der Smalltalk nicht. Jede Woche stattet Stefan Kohlhepp den Betrieben, die beim Projekt mitmachen, einen Besuch ab. Freilich, es gibt auch mal Rückschläge. Sein Job: immer wieder motivieren und bestärken.

Letztlich gilt für ihn: "Der Arbeitgeber muss offen sein und eine Belegschaft muss mit den Einschränkungen klarkommen, so wie sie mit den Eigenheiten von jedem Menschen klarkommen muss. Jeder hat seine Macken, ob mit oder ohne Behinderung. Die Menschen ohne Behinderung funktionieren einfach besser."

Verändert sich der Arbeitsalltag, wenn ein Mensch mit einer Behinderung Teil des Teams wird? Dr. Elisabeth Müller, Firmen-Chefin von Laboklin meint: "Die Gruppe hat eine andere Dynamik erlangt. Klar, wir müssen immer soziale Kompetenz zeigen, aber jetzt besonders. Man geht bewusster miteinander um." Ihr Personal profitiert auch indirekt, meint sie und bestätigt die Beobachtungen von Inklusionsberater Stefan Kohlhepp. "Dieser Mensch hat eine andere Wertschätzung gegenüber seinem Arbeitsplatz", sagt Elisabeth Müller. "Die Mitarbeiter zeigen eine unheimliche Freude", meint Stefan Kohlhepp. "Das überträgt sich aufs andere Personal."

Gute Laune inklusive

Es ist diese aufrichtige Ehrlichkeit, die Margarete Hein an Thomas Gensler so beeindruckt. Die 56-Jährige leitet den Versand, die Abteilung, in der Thomas Gensler arbeitet. Adressen aufkleben, Info-Mappen falten, Probe-Röhrchen vorbereiten: Er sei das "Nachschub-Männle", sagt Thomas Gensler über sich und lacht. "Die Arbeit ist simpel, wird aber zu schätzen gewusst, weil sie wichtig ist." Margarete Hein will den 33-Jährigen in ihrer Abteilung nicht missen. "Er kommt mit guter Laune rein, er hat einen tollen Humor, bringt Sprüche: Thomas heitert uns auf." Klar, nirgends ist die Stimmung immerzu frei von Wolken. "Wir müssen geduldig sein, er muss geduldig sein", sagt Margarete Hein. Es brauchte seine Zeit bis sich alle aufeinander eingestellt hatten. Für Thomas Gensler bedeutet die Arbeit hier mehr als einen Job.

"Raus aus Schutzzone"

"Zugehörigkeit", ein Wort, das für den 33-Jährigen voller Lebensqualität steckt. "Ich arbeite nicht, um beschäftigt zu sein. Ich werde gebraucht." Durch die Aufgabe in dem Unternehmen habe er sich auch persönlich weiterentwickelt, meint er. Fünf Jahre lang hatte er vorher in den Werkstätten der Lebenshilfe gearbeitet. "Die Werkstatt ist für Menschen mit geistiger Behinderung ein Segen." Thomas Gensler wollte mehr: raus "aus dem Schutzkreis ins echte Leben", sagt er. Bis heute hat er sich einen guten Ruf erarbeitet: gewissenhaft, ehrgeizig und konzentriert erledige er seine Arbeit, meint Margarete Hein.

Laboklin ist eines von mehreren Unternehmen im Landkreis, dem die Lebenshilfe Schweinfurt jetzt mit einer "Qualitätssiegel"-Plakette für deren Engagement dankte. Die Schweinfurter Lebenshilfe kooperiert inzwischen mit Partnern aus den Landkreisen Schweinfurt, Rhön-Grabfeld und Bad Kissingen: Gemeinden, Betriebe, Verbände. 63 Menschen mit Behinderung arbeiten im Rahmen der Initiative in "ganz normalen Betrieben".

Bereicherung für alle

Wie geht es weiter? Die Laboklin-Firmenleiterin Elisabeth Müller überlegt, einen weiteren Arbeitsplatz anzubieten. "Ich bin von der Idee überzeugt." Margarete Hein ist überzeugt von ihrem Mitarbeiter und Kollegen: "Thomas ist heute noch eine Bereicherung für unseren Betrieb." Und für Thomas Gensler ist der Job eine Bereicherung: "Das hat mich echt vorangebracht."

Saale-Zeitung, 12.02.2019

Laboklin-Erweiterung in Bad Kissingen: Erfolg braucht Platz

Laboklin wächst aus seinem Gebäude in der ehemaligen Kaserne heraus und erweitert sich um einen 5500 Quadratmeter großen Büro- und Laborneubau.

Für Elisabeth Müller ist es die dritte Erweiterung, die sie für ihr Unternehmen plant. "Wir wachsen aus unserem Gebäude heraus. Wir haben nicht genug Platz für Schreibtische und Gerätschaften", sagt die Laboklin-Geschäftsführerin. Die Platznot ist auf dem Firmengelände zu sehen. Auf dem Parkplatz hat Laboklin zwei Bürocontainer aufgestellt, in denen provisorisch die telefonische Kundenberatung untergebracht ist.

Abhilfe schaffen soll eine Erweiterung auf der gegenüberliegenden Straßenseite. Annähernd zehn Millionen Euro investiert Laboklin hier in den nächsten beiden Jahren in ein neues Verwaltungs- und Laborgebäude. 5500 Quadratmeter Fläche verteilt auf vier Etagen sollen entstehen. Damit wächst das Labor um mehr als 50 Prozent. "Wir haben lange wegen der Lösung überlegt", sagt Müller. Soll der Erweiterungsbau direkt an die bestehenden Gebäude andocken? Das Analytiklabor LS in Großenbrach hatte das bei seiner Erweiterung so gehandhabt, ein wichtiges Kriterium waren die Betriebsabläufe. Für eine direkte Verbindung hat LS sogar eine öffentliche Straße überbaut.

Bei Laboklin entschied man sich gegen eine direkte Anbindung, obwohl das Areal das hergegeben hätte. Der Aufwand wäre zu groß gewesen. "Damit hätten wir unsere Klimatechnik und unsere Laufwege zerstört", erklärt die Geschäftsführerin. Außerdem sei eine Baustelle bei laufendem Betrieb eine Belastung. Die Entscheidung fiel also für ein separates Gebäude. Eine große Herausforderung war es, "die Raumaufteilung so zu organisieren, dass wir keinen Flickenteppich bekommen".

Starker Zuwachs im Ausland

Im Anbau werden deshalb Arbeitseinheiten untergebracht, die wenig mit anderen Abteilungen verzahnt sind. Auf Verwaltungsseite sind das beispielsweise die Marketingabteilung und der Versand, auf Laborseite ist es vor allem die Pathologie. Die Beurteilung von Gewebeproben, etwa im Hinblick darauf ob ein Tumor gut- oder bösartig ist, wird künftig in dem Neubau stattfinden.

Die Platznot ist bedingt durch die gut laufenden Geschäfte. Laut Müller legt das europaweit tätige Unternehmen in allen Bereichen zu. "Wir haben einen überproportional wachsenden Anteil im Auslandsgeschäft", sagt sie. Jeder Zuwachs im Ausland wirke sich auf den Standort Bad Kissingen aus. Denn: Ein großer Teil der technisch anspruchsvollen Analysen sind nur am Hauptsitz möglich. "Viele Spezialuntersuchungen machen wir nur in Deutschland. Die Spezialisten haben wir hier", sagt die promovierte Tierärztin.

Die Arbeiten für den Neubau sind bereits ausgeschrieben, aktuell finden auf dem Grundstück die ersten Vorbereitungen statt. Für das Frühjahr ist der Baustart vorgesehen. "Mitte 2020 wollen wir drinnen sein", sagt Müller.

"Das Wachstum und die Internationalität von Laboklin sind beeindruckend", sagt Wirtschaftsfördererin Svenja Melchert. Das Unternehmen habe es deshalb in die zweite Nominierungsrunde beim großen Preis des Mittelstandes, einem deutschlandweit wichtigen Wirtschaftspreis, geschafft. Für die ehemalige Kaserne von Bedeutung ist neben den Laboklin-Plänen auch die bereits laufende Erweiterung des Labors BLS Analytik sowie die Ansiedlung des Medizingeräte-Herstellers Geratherm. "Wir können von einer guten Entwicklung des Gesundheitsclusters in der Kaserne sprechen", sagt Melchert.

Infos, Zahlen und Fakten rund um Laboklin

Geschichte Das Labor für klinische Diagnostik wurde 1989 von Elisabeth Müller, Rüdiger Leimbeck und Bernd Sonnenschein aufgebaut. Anfangs war das "Labor für Tierärzte in der Prinzregentenstraße untergebracht. 1997 eröffnete die erste Filiale im Ausland. Heute gibt es Zweigstellen und Repräsentanten in mehr als 20 Ländern. 2006 verlegte das Unternehmen seinen Firmensitz aus der Innenstadt in die ehemalige Kaserne. Dort wurde es bald wieder zu klein, so dass das Gebäude 2012 erweitert wurde.

Planung Anbau Nummer drei bietet auf vier Etagen rund 5500 Quadratmeter Platz für Labor- und Verwaltungsmitarbeiter. Im Dachgeschoss ist ein Seminarraum für 60 Personen geplant. Die Fassadenoptik ist in Anthrazit vorgesehen, Eingänge finden sich an der Steuben-, sowie an der Columbiastraße.

Mitarbeiter Laboklin hat 400 Beschäftigte, darunter rund ein Drittel Akademiker. Die Mehrheit arbeitet in Bad Kissingen.

Bereiche Das Labor bietet tiermedizinische Dienstleistungen an. Kunden sind unter anderem Tierärzte und Züchter. Laboklin ist auf vier Fachbereiche spezialisiert: Pathologie, klinisches Labor, Mikrobiologie sowie Molekularbiologie.

Saale-Zeitung, 18.01.2019

Treue Mitarbeiter geehrt

Als das veterinärmedizinische Labor Laboklin 1989 gegründet wurde, hätte wohl niemand damit gerechnet, dass das Unternehmen eine solche Erfolgsgeschichte hinlegen würde: Aus anfänglich 13 Mitarbeitern...

Als das veterinärmedizinische Labor Laboklin 1989 gegründet wurde, hätte wohl niemand damit gerechnet, dass das Unternehmen eine solche Erfolgsgeschichte hinlegen würde: Aus anfänglich 13 Mitarbeitern wurden mittlerweile fast 400. Das Labor hat sich zu einem der größten tiermedizinischen Labore Europas entwickelt, bearbeitet etwa eine Million tiermedizinischer Proben pro Jahr und bedient Tierarztpraxen und Tierkliniken weltweit.

Im Rahmen der diesjährigen Neujahrsfeier im Bad Kissinger Regentenbau, zu der auch Mit-arbeiter der Auslandsstandorte gekommen waren, ehrte Geschäftsführerin Dr. Elisabeth Müller vier Mitarbeiter der ersten Stunde: Für 30 Jahre Treue zum Unternehmen dankte sie Veronika Ankenbrand und Ingrid Bürger (beide Telefonzentrale/Datenerfassung), Dr. Anton Heusinger (Leiter Mikrobiologie) sowie Gisela Schoch (Mikrobiologie). Weiterhin erhielten Claudia Erhard (Mikrobiologie) und Wolfram Klehr (Service/Statistik) ein Dankeschön für 20 Jahre Betriebszugehörigkeit.

Laboklin könne laut Dr. Müller beruhigt in die Zukunft schauen: Das Labor wachse beständig weiter, und 2019 werde endlich der neue Erweiterungsbau in Angriff genommen, der die Platzkapazitäten um 50 Prozent erweitere.

Seit 1. Oktober 2018 verstärke zudem Hubertus Keimer die Geschäftsführung, der zuletzt bei IDT die Funktion des Leiters der BU Tiergesundheit innehatte. Er zeichnet verantwortlich für die Bereiche Vertrieb, Service und Marketing. red

2017

Mainpost, 20.08.2017

Weniger Hürden für die Kleinen

Bei ihrem Besuch bei Laboklin erfuhr Bundesministerin Johanna Wanka von den Problemen und Nöten eines mittelständischen Unternehmens im ländlichen Raum.

Die Bundesministerin für Bildung und Forschung, Johanna Wanka (CDU), stattete der Bad Kissinger Laboklin GmbH einen fast zweistündigen Besuch ab. Eingeladen hatte sie die Bundestagsabgeordnete und Parlamentarische Staatssekretärin Dorothee Bär (CSU). Laboklin-Inhaberin Elisabeth Müller nutzte die Gunst der Stunde, präsentierte im Beisein prominenter Regionalpolitiker ihr weltweit tätiges tiermedizinisches Labor für klinische Diagnostik und wies die Bundesministerin auf Probleme hin.
Mit ihren 350 Mitarbeitern, davon etwa 80 Tierärzte, Biologen, Chemiker und andere akademische Fachkräfte, gehöre ihr Unternehmen zwar noch zum Mittelstand, arbeite aber auf gleichem Niveau wie Großfirmen. Deshalb forderte Elisabeth Müller den Abbau bürokratischer Hürden, um an Fördermittel heranzukommen. Gerade im ländlichen Raum sei die Förderung des Mittelstands zur Sicherung qualifizierter Arbeitsplätze unabdingbar.
Der Mittelstand könne aber kein Fachpersonal abstellen, nur um notwendige Förderanträge zielführend zu formulieren. Da seien Großunternehmen klar im Vorteil. Wissenschaftsministerin Wanka verteidigte zwar die Notwendigkeit, die Effektivität eingesetzter Fördergelder vor Bewilligung abschätzen zu können, versprach aber Erleichterung. "Im ersten Schritt reicht notfalls auch ein ausführlicher Brief für die Vorentscheidung über Fördermittel."
Die fortschreitende Globalisierung steigert den Wettbewerbsdruck, brachte Müller als weiteres Beispiel der Benachteiligung eines mittelständischen Labors im ländlichen Raum. Großunternehmen bauen zwecks schnellerer Auftragsabwicklung neue Labore direkt an Flughäfen und locken Fachkräfte mit Geld. Ein mittelständisches Unternehmen im ländlichen Raum wie Laboklin könne da nicht mithalten. "Wir Mittelständler brauchen Innovations- und Forschungshilfe", appellierte Müller deshalb an die Bundesministerium.
Ein großes Kompliment machte Wanka der Bad Kissinger Unternehmerin, die ihr Unternehmen zuvor als besonders frauenfreundlich dargestellt hatte: Bei Laboklin sei die Frauenquote bis in Führungspositionen sehr hoch und die Beschäftigungsverhältnisse würden sich durch eine lange Dauer auszeichnen. Müller: "Wir bemühen uns immer, das Beschäftigungsverhältnis der individuellen Familiensituation anzupassen." Die Wissenschaftsministerin beklagte, in Deutschland gebe es in Firmenleitungen nur sechs Prozent Frauen. Wanka: "94 Prozent männlich, das geht einfach nicht auf Dauer."
Vor allem infrastrukturelle Probleme machen Laboklin zu schaffen, erklärte die Firmenchefin. Manche Auszubildende seien bis zu zwei Stunden mit öffentlichen Verkehrsmitteln zum Arbeitsplatz unterwegs. 40 Euro kostet den Azubi pro Tag die Fahrt zur Berufsschule in Würzburg. Natürlich könne es nicht flächendeckend Berufsschulen geben, meinte die Ministerin , sah aber ein, "wir müssen dort staatlich handeln, wo der Markt es nicht regelt".
Weniger an die Adresse der Bundesministerin als eher an Dorothee Bär als Parlamentarische Staatssekretärin im Bundesverkehrsministerium und an den Landtagsabgeordneten Sandro Kirchner (CSU) richtete sich Müllers Klage: "Wir liegen hier in der Mitte Deutschlands, sind aber total bayern-orientiert." Laboklin fehle die Bahnverbindung in den Norden. Die neue Busverbindung nach Fulda mit 3,5-stündiger Fahrtdauer sei keine Alternative. "Da ist ja schon die Bahnfahrt über Würzburg schneller."
Schnelle Auftragserledigung sei aber ein Wettbewerbsvorteil. So hätten, führte die Laboklin-Chefin weiter aus, viele Kunden kein Verständnis für die Überzahl der katholischen Feiertage in Bayern. Was nütze schnelles Arbeiten bei Laboklin, wenn die Post wegen des katholischen Feiertages im Verteilerzentrum Würzburg liegen bleibt, klagte Müller. "Wenn alle anderen Bundesländer arbeiten müssen, hat der auf unseren Befund wartende Tierarzt in Hamburg überhaupt kein Verständnis für bayerische Feiertage."
Mit unerwarteter Kritik mussten sich Sandro Kirchner (MdL) und der Bad Kissinger Oberbürgermeister Kay Blankenburg (SPD) abfinden, die an der Diskussionsrunde teilnahmen. Hatten sich beide doch vor Monaten ausdrücklich für die Ansiedlung des bayerischen Landesamtes für Gesundheit und Lebensmittelsicherheit (LGL) im denkmalgeschützten Altbau des Bad Kissinger Kurhaushotels eingesetzt, was in der Öffentlichkeit auch begrüßt worden war. Doch Laboklin-Chefin Müller sieht die Konkurrenz im Arbeitsmarkt. "Der Staat wirbt zur Besetzung der 100 neuen Stellen um genau dieselben Fachkräfte, die wir doch so dringend brauchen." Müller sieht in den neuen staatlichen Arbeitsplätzen deshalb keinen Mehrwert, sondern nur einen Verteilungskampf.